ACM hält im großen internationalen Aktienfonds an Wachstumswerten fest, Fidelity streut breit
Anlagestile bestimmen über den Erfolg

Da sage noch einer, Anleger seien zurückhaltend gegenüber Aktienfonds: Nachdem der DWS Top Dividende bereits 2004 netto 900 Mill. Euro einsammelte, kamen in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres noch einmal eine Milliarde Euro hinzu.

HB HAMBURG. Damit gehört der erst Anfang 2003 aufgelegte Fonds bereits zu den zehn größten weltweit anlegenden Aktienfonds mit deutscher Vertriebszulassung – und zu den erfolgreichsten obendrein: Im Zwölfmonats-Vergleich führt er die Hitliste dank eienr Wertentwicklung von 18,28 Prozent an (Tabelle).

„Die Strategie, ausschließlich in Aktien mit einer hohen Dividendenrendite zu investieren, ging in den vergangenen zwei Jahren voll auf“, analysiert Robert Fragner den Erfolg von DWS-Managerin Sonja Schemmann. Der Fondsanalyst der Ratingagentur Feri Trust gibt aber zu bedenken, dass dieser Trend kaum ewig halte: „Es wird auch wieder Phasen geben, in denen Aktien mit hoher Dividendenrendite dem breiten Markt hinterherhinken.“

Wie schnell so ein Stilwechsel vonstatten gehen kann, musste Mike Baldwin vor einigen Jahren erfahren. Der Manager des ACM Global Growth Trends betreut ein Portfolio, das in den sechs Bereichen Technologie, Gesundheit, Finanzdienstleistungen, Konsum, Infrastruktur und Rohstoffe vorwiegend auf große Firmen mit überdurchschnittlichem Gewinnwachstum setzt. Dieser Growth-Ansatz geriet nach dem Platzen der Internet-Blase im Frühjahr 2000 völlig aus der Mode – stattdessen war Substanz gefragt.

Auch beim Fidelity International Fund belastete der 2000 und 2001 zu stark auf Wachstum ausgerichtete Investmentstil des ehemaligen Managers Richard Habermann. Nachfolger Richard Skelt, der seit November 2003 für den Fonds verantwortlich zeichnet, geht anders vor: Er achtet auf eine Mischung zwischen Growth und Value und delegiert die Auswahl der Erfolg versprechendsten Titel ähnlich wie ACM-Manager Baldwin an regionale Spezialisten. Dabei profitiert Skelt unter anderem von der Erfahrung so erfolgreicher Kollegen wie Graham Clapp (Fidelity European Growth) und David Baverez (Fidelity European Aggressive). In den vergangenen zwölf Monaten ging die Strategie auf: Unter Skelts Führung schlug der Fidelity International sowohl den MSCI World als auch den Durchschnitt seiner Vergleichsgruppe.

Egon Wachtendorf, Der Fonds

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