Aktienfonds
Schweizer Fonds mischen vorne mit

Die Portfoliomanager von UBS und Unigestion sind mit völlig unterschiedlichen Strategien erfolgreich. Europagewichtung oder Minimum-Varianz-Methode: Das gute Abschneiden von Fonds kann viele Ursachen haben.

HAMBURG. "Für europäische Aktienfonds spricht grundsätzlich, dass es kein Währungsrisiko gibt. Schon aus diesem Grund empfiehlt sich für den Aktienfondsanteil im Portfolio eine Europagewichtung von 40 Prozent für Anleger mit mittlerer Risikoneigung", sagt Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer des unabhängigen Finanzdienstleistungsinstituts SJB Fondsskyline. Wer dem Rat folgt, hat die Qual der Wahl: Über 300 Fonds sind im Angebot. Zu den Top Ten gehören u.a. der UBS (Lux) Equity Fund - European Opportunity B und der Uni-Global European Minimum Variance.

UBS-Fondsmanager Max Anderl führt das gute Abschneiden seines Fonds auf die Performance von Total und OMV zurück, die zusammen mit rund 12,5 Prozent in seinem Portfolio vertreten sind. Die Unternehmen hätten vor allem vom hohen Ölpreis profitiert. Seit Oktober 2004 darf Anderl bis zu 20 Prozent des Fondsvermögens in Nebenwerten halten. Dies nutzt er voll aus. Den Kernbestandteil des Fonds bilden weiter Blue Chips, wobei er unterbewertete Titel mit Potenzial bevorzugt. Zu den Favoriten gehören Unternehmen aus dem Telekom-Sektor, mit rund 25 Prozent Anteil die größte Branchenposition im Fonds.

"Das potenzielle Ertragswachstum der Mobiltelefonie wird unserer Meinung nach vom Markt unterschätzt. Damit scheinen sowohl die Bewertungen reiner Mobilfunkunternehmen wie Vodafone und O2 als auch jene etablierten Betreiber wie Deutsche Telekom und France Telecom attraktiv", erläutert Anderl. Beide Unternehmen gehören derzeit zu seinen Top-Ten-Holdings.

Im Gegensatz zu Anderl investiert Unigestion-Fondsmanagerin Fiona Frick nach einem mathematischen Ansatz: Sie setzt auf die Minimum-Varianz-Methode, bei der eine möglichst geringe Korrelation zwischen den Aktien im Portfolio angestrebt wird. Die Hälfte des Portfolios investiert sie in indexähnliche Wertpapiere wie Zertifikate, mit denen sie dem Euro Stoxx 50-Index nachbildet. Die andere Hälfte legt sie nach der Minimum Varianz-Methode in Aktien an. Damit will sie bei geringerem Risiko besser als der Vergleichsindex Euro-Stoxx 50 abschneiden. Das Konzept scheint aufzugehen: "Über drei Jahre hat der Uni-Global eine fast zweistellige Wertentwicklung bei vergleichsweise niedriger Volatilität erzielt", urteilt Bennewirtz. Im Schnitt legten Europafonds nur 3,31 Prozent zu.

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