Anlagestrategie
Indexfonds – die günstige Alternative

Nicht alle Fondsmanager sind in der Finanzkrise erfolgreich. Indexfonds sind billiger und mitunter besser. Was sie taugen, wie man mit ihnen Geld verdient.
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An Krisentagen flüchten Anleger in Sicherheit: Als die staatliche KfW Bank am 27. November meldet, die Lage bei ihrer Beteiligung IKB sei viel schlimmer als angenommen, explodieren die Umsätze des Fonds DB X-Trackers Eonia. Bis Börsenschluss werden neunmal so viele Anteile des Geldmarkt-Indexfonds gehandelt wie am Tag zuvor.

Der von der Deutschen Bank ausgegebene Fonds ist ein Gewinner der von faulen US-Hypotheken ausgelösten Finanzkrise. Jede schlechte Nachricht treibt Kapital in den Fonds, in den fünf Monaten seit Ausbruch der Krise insgesamt über 1,2 Milliarden Euro. Eonia ist kein Einzelfall: Die Finanzkrise gibt dem Markt für börsengehandelte Indexfonds, im Fachjargon Exchange Traded Funds (ETF), kräftig Futter.

Viel Arbeit haben die Banken mit ETF nicht. Bei aktiv gemanagten Investmentfonds zerbrechen sich hoch bezahlte Fondsmanager jeden Tag den Kopf darüber, wohin sie das Geld der Anleger schieben sollen. Das kostet richtig Gebühren und geht nicht immer glatt. ETFs dagegen bilden einfach einen Index für Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder auch einen Geldmarkt ab.

Der Computer wird programmiert, dann ist nicht mehr viel zu tun. Die Banken haben keine hohen Kosten, die sie an den Anleger weitergeben können. Investoren zahlen deshalb deutlich weniger Gebühren als bei aktiv gemanagten Fonds und können außerdem, zweiter Vorteil, jederzeit an der Börse kaufen und verkaufen.

Gerade wenn die Märkte stark schwanken, sind billige und liquide Anlageprodukte gefragt, die schnelles Umschichten ermöglichen. "Hin und her macht Taschen leer": Damit die abgegriffene, aber wahre Börsenregel nicht greift, darf der Handel nicht viel kosten und muss schnell gehen.

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