Anlegerkompetenz
Krise verunsichert Anleger

Die Deutschen sind verunsichert und trauen sich kaum noch eine Anlageentscheidung zu, zeigt eine Studie. Weniger als die Hälfte der Befragten schätzt das eigene Finanzwissen als gut ein - und nie ermittelte die Axa Investment Managers ein so schlechtes Wissen über Fonds wie in diesem Jahr.

FRANKFURT.Die Krise vergrößert die ohnehin deutlichen Wissenslücken der Deutschen beim Thema Geldanlage und Investmentfonds. Einer repräsentativen Studie im Auftrag der Fondsgesellschaft Axa Investment Managers (Axa IM) zufolge verunsichert die Krise die Menschen so stark, dass sie sich kaum noch Anlageentscheidungen bei Investmentfonds zutrauen.

Nur noch 47 Prozent der Befragten schätzen ihr Wissen über Finanzen als gut ein. Zudem ermittelte Axa IM unter den 1 000 Befragten ein so schlechtes Wissen über Fonds wie nie. Die jährliche Studie gibt es seit 2006. "Die Menschen sind stark verunsichert durch die Krise", interpretiert Karin Kleinemas, Marketingchefin Nordeuropa bei Axa IM etwa die Tatsache, dass nur noch eine Minderheit Fonds als geeignet für die Altersvorsorge ansieht. 2008 meinten dies noch zwei Drittel.

Auch der gestiegene Teil der Nicht-Investoren vergrößere Wissenslücken, meint sie: "Wer sich nicht mit dem Thema beschäftigt, verliert Wissen." So weiß eine immer stabilere Mehrheit von knapp 60 Prozent der Deutschen nicht, dass Rentenfonds nicht der Absicherung der gesetzlichen Rente dienen. Mehr als zwei Drittel wissen nicht, dass Fondskapital bei Konkurs des Anbieters geschützt ist.

Die Fondsbranche muss laut Kleinemas klarere Produkte anbieten und über den Vertrieb Wissen vertiefen. Denn immer weniger Menschen, vor allem die gut achtzig Prozent unter den Befragten, die keine Fonds besitzen, halten Beratung für unwichtig. Auch Fondsinhaber finden Beratung weniger entscheidend als 2008.

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