Asien und Lateinamerika attraktive Regionen
Telemedienfonds investieren in Schwellenländer

Auf Europa fokussierte Telemedienfonds lieferten Anlegern in den vergangenen zwölf Monaten die besten Ergebnisse. Das zeigt die jüngste Auswertung dieser Kategorie durch Feri Rating & Research, die vom ING Invest European Telecom angeführt wird.

HAMBURG. Erst auf den Plätzen fünf und sieben folgen mit dem Robeco Telecom Services Equities und dem Fidelity Telecommunications global ausgerichtete Produkte (siehe Tabelle). Ähnlich wie beim Fidelity-Fonds liegt auch beim auf Rang zehn liegenden Swisscanto Equity Fund Telecommunication ein Schwerpunkt auf Schwellenländern. Dessen Manager Ben Hauzenberger beurteilt die Aussichten für Telekomtitel in Asien, Lateinamerika und Osteuropa weiter positiv: „Sinkende Preise und Tarife sorgen dafür, dass dort die Mobiltelefonie für immer breitere Bevölkerungsschichten erschwinglich wird“, begründet er.

Davon sollen auch europäische Konzerne profitieren. Zu Hauzenbergers Favoriten gehört unter anderem der britische Mobilfunkanbieter Vodafone. „Das Unternehmen will seine Aktivitäten in Indien stark ausbauen und bietet daher großes Potenzial“, sagt der Swisscanto-Manager, der die Aktie derzeit mit 9,20 Prozent gewichtet hat. Wenig überzeugt gibt er sich von klassischen Telekomunternehmen. Titel wie die Deutsche Telekom seien zu Recht niedrig bewertet und hätten bislang zu wenig vom Aufschwung in den Schwellenländern profitiert.

Auch Heinrich Ey beurteilt die Aussichten für Deutsche Telekom & Co. skeptisch und hat die einstigen Börsenlieblinge untergewichtet. Ansonsten weicht die Zusammensetzung des von ihm gemanagten Allianz-Dit Multimedia jedoch komplett von der des Swisscanto-Fonds ab: So ist Ey derzeit kaum in den Schwellenländern investiert, zudem gewichtet er den gesamten Telekomsektor im Schnitt mit 20 Prozent und hält weitere 15 Prozent des Portfolios in Medienwerten. „Den Anlageschwerpunkt bilden Technologiewerte“, erläutert Ey. Im Durchschnitt liege der Anteil des Sektors bei 65 Prozent, aktuell sind es 57 Prozent.

Dieser Schwerpunkt bekam dem Fonds in den vergangenen zwölf Monaten schlecht: Mit einem Minus von 1,53 Prozent belegt er nur einen Platz am unteren Tabellenende. „Die Anlagegrundsätze des Fonds sehen eine hohe Gewichtung von Technologiewerten vor, daher ist ein Ausweichen auf andere Branchen in schlechten Marktlagen nicht möglich“, begründet Ey das unbefriedigende Ergebnis. Die Aussichten für das Technologiesegment beurteilt er derzeit negativ: „Angesichts der Überkapazitäten und des Preisverfalls im Halbleitersektor werden wir unsere Engagements in Technologieaktien vorerst nicht aufstocken“, so der Fondsmanager.

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