Auch konservativ ausgerichtete Produkte glänzten
Dachfonds-Manager hoffen auf Jahresschluss-Rally

„Wer in einen konservativ ausgerichteten Dachfonds investiert, sollte langfristig nicht mit einer jährlichen zweistelligen Wertentwicklung rechnen“, sagt Jens Wetter von der Analysegesellschaft Feri Trust.

HAMBURG. Diese defensiven Fonds mit einer Aktienquote von durchschnittlich 30 Prozent hätten in den vergangenen drei Jahren per anno im Schnitt ein Plus von sechs Prozent erzielt, so der Analyst. Auch in den vergangenen zwölf Monaten lag der Wertzuwachs der 65 bei Feri Trust gelisteten Fonds dieser Kategorie mit 8,38 Prozent im einstelligen Bereich.

Dass im genannten Zeitraum durchaus mehr herauszuholen war, beweist allerdings der Klassensieger Gecam Adviser Fund Global Value. Dieser bei der Luxemburger Gesellschaft Axxion aufgelegte Fonds erzielte mit einem Plus von 15,59 Prozent eine fast doppelt so hohe Wertentwicklung wie der Sektordurchschnitt. „Wir hatten in diesem Jahr fast nur Fonds im Portfolio, die überdurchschnittlich gut gelaufen sind, darunter den Fortis Equity Energy Europe“, begründet Fondsberater Uwe Leonhardt das gute Abschneiden.

Der Vorstand der German Capital Management (Gecam) in Wangen bestückt das Portfolio bevorzugt mit Fonds, deren Manager er persönlich kennt. Grundsätzlich kann Leonhardt bis zu 50 Prozent des Fondsvermögens in Aktienfonds investieren. Diese Möglichkeit hat er im Laufe dieses Jahres mehrfach genutzt, derzeit reizt er die Quote jedoch nicht aus. „Ende September lagen wir bei 21 Prozent, mittlerweile sind es wieder 32 Prozent“, so Leonhardt. Sollten sich die Anzeichen für eine Jahresschluss-Rally verdichten, will er die Quote in den kommenden Wochen weiter erhöhen.

Seit Mai dieses Jahres hat Leonhardt auch die Möglichkeit, in Hedge-Fonds zu investieren. Bislang hätten die in Frage kommenden Angebote aus diesem Sektor jedoch keine überzeugenden Ergebnisse geliefert. „Sollten künftig aber interessante Produkte zur Verfügung stehen, werden wir darauf zurückgreifen“, erläutert Leonhardt.

Für Markus Kaiser dagegen sind Hedge-Fonds generell keine Alternative. „Sie gehören nicht in das Anlageuniversum“, begründet der Manager des auf Rang neun liegenden A2A Basis von Veritas SG seine Absage. Wie Leonhardt hat auch Kaiser die maximale Aktienquote – in seinem Fall 40 Prozent – in den vergangenen Monaten mehrfach ausgereizt. Aktuell ist Kaiser allerdings lediglich mit 22 Prozent des Portfolios in diesem Segment investiert. Auf der Rentenseite bevorzugt er auf Grund des schwierigen Marktumfelds Fonds mit aktivem Laufzeitmanagement, darunter den Robeco Lux-O-Rente. Wie Leonhardt geht Kaiser davon aus, dass es schwierig werden dürfte, auch in den kommenden zwölf Monaten ein zweistelliges Plus zu erzielen. Abgesehen von den Chancen auf eine Jahresschluss-Rally sehen beide Manager für den Aktienmarkt in diesem Zeitraum wenig Luft nach oben.

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