Bestes kleines Anleihehaus
Innovation ist auch bei Renten Trumpf

Die Gesellschaft iShares heimst ihren zweiten Award ein als bestes Anleihehaus unter den Anbietern mit kleinen Produktpaletten in Deutschland. Die ETFs des Hauses beziehen sich bisher vor allem auf Anleiheindizes für Euro-Staatstitel.
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FRANKFURT. Im Segment der Anleihen ist es noch schwerer als bei Aktien, mit aktiven Strategien einen Index zu schlagen. Das wissen Experten aus Erfahrung und das zeigen die realen Anlageergebnisse der Vergangenheit. ETFs auf Anleiheindizes gibt es erst seit wenigen Jahren. Sie sind vor allem auf Euro-Staatstitel konzentriert.

Bei Aktien haben Verwalter viele Möglichkeiten zur Auswahl besonders attraktiver Titel. Bei den Anleihen ist es anders. Hier sind die Entscheidungsfaktoren im Wesentlichen auf die Wahl von Bonität und Laufzeit beschränkt. Deshalb schlagen die Kosten beziehungsweise Gebühren relativ stärker auf die Rendite des Anlegers durch. Das sagt beispielsweise Werner Hedrich als Leiter Research von Morningstar Deutschland. Umgekehrt werden so die geringen laufenden Gebühren bei einem Anleihe-ETF zu einem großen Vorteil gegenüber den fast immer aktiv verwalteten Konkurrenzprodukten.

"In Deutschland sind Anleihen die dominante Vermögensform, daran kommt man nicht vorbei", sagt Dirk Klee, Leiter von iShares Deutschland. iShares bietet beispielsweise den größten ETF für Euro-Unternehmensbonds an. Weitere Segmente sollen erschlossen werden. Dazu zählen Felder mit geringer Kreditqualität. Mehr möchte Klee noch nicht verraten.

Er will mit allen Produkten weiter wachsen und hat dabei seine zwei wichtigsten Zielgruppen im Auge. "Mehr Institutionelle werden die Produkte nutzen; und auch die Privatkunden fragen immer häufiger danach." ETFs haben sogar in der Finanzkrise relativ an Boden gewonnen, weil manche Risikoanlagen kaum liquide waren und unter mangelnder Transparenz litten. Genau diese Eigenschaften werfen die Anbieter zugunsten der Indexfonds in die Waagschale neben den niedrigen Gebühren.

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