Fonds + ETF
Blackstone spekuliert auf die große Krise

Weil der Markt für Unternehmenskäufe daniederliegt, will die Beteiligungsgesellschaft Blackstone jetzt verstärkt auf dem Immobilienmarkt aktiv werden. Man will dabei davon profitieren, dass die Preise im Zuge der Subprime-Krise massiv gefallen sind.

NEW YORK. Die US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone Group hat für einen neuen Immobilienfonds 10,9 Mrd. Dollar eingesammelt. Der Fonds soll von Wertverlusten im Zuge der US-Hypothekenkrise profitieren. Fonds mit solch einer Strategie kamen in den 90er Jahren im Zuge der US-Sparkassenkrise auf. Damals brachen mehr als 1 000 Institute zusammen, weil sie sich verspekuliert hatten. Zur Lösung der Krise verkaufte der Staat notleidende Hypotheken mit Preisabschlägen an risikofreudige Investoren. "Es gibt viele Parallelen zwischen heute und Anfang der 90er Jahre", sagt Nori Gerardo Lietz, Chefstrategin Immobilien beim Schweizer Vermögensverwalter Partners Group.

Blackstone investiert verstärkt in Immobilien, weil der Markt für Unternehmenskäufe daniederliegt. Seit 1992 hat die Gesellschaft acht Immobilienfonds gestartet. Mit dem neuen Fonds wuchs das Gesamtvolumen der dafür eingeworbenen Mittel auf 25,7 Mrd. Dollar. Der durchschnittliche Jahresertrag der Fonds liegt nach Abzug der Gebühren bei 31 Prozent, wie Blackstone vor dem Börsengang im vergangenen Jahr mitteilte.

Auch für den neuen Fonds scheinen die Aussichten günstig. "Die Opportunity-Fonds, die heute in den USA investieren, werden sich viel besser entwickeln, als die, die 2006 und 2007 Mittel eingesammelt haben", sagt Strategin Lietz. "Diese Fonds investieren in notleidende Werte, und die gab es damals praktisch nicht." In den nächsten Jahren droht nach Ansicht von Moody's Investors Service ein massiver Wertverfall am Immobilienmarkt: Die Preise könnten um bis zu 20 Prozent einbrechen, warnt die Ratingagentur. Bloomberg

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