Branchen-Krise
Immer mehr Hedge-Fonds droht eine Schieflage

Die erfolgsverwöhnte Branche der Hedge-Fonds steht vor einer Krise. Immer mehr Fonds, die sich auf Investitionen an den schwer angeschlagenen Kredit- und Anleihemärkten konzentrieren, drohen in eine Schieflage zu rutschen.

LONDON. Der Grund: Die Banken fordern höhere Sicherheitsleistungen, weil die Papiere, in die die Fonds investiert haben, im Sog der Kreditkrise rasant an Wert verlieren.

Bislang spektakulärster Fall ist die Schieflage des britischen Hedge-Fonds Peloton. Dieser hatte mit einer Wette auf die Erholung von Immobilienanleihen mit guter Bonität falsch gelegen und musste seinen Flaggschiff-Fonds schließen. Die 14 Gläubigerbanken könnten nun auf Krediten im Wert von mehr als 15 Mrd. Dollar sitzen bleiben.

Bis vor kurzem arbeiteten Hedge-Fonds üblicherweise mit einer Schuldenratio von 1 : 15. Das heißt, um ihre Rendite zu erhöhen liehen sie sich für jeden Dollar, den sie von Investoren bekamen, 15 dazu. Auf Druck der Banken ist dieses Verhältnis mittlerweile auf etwa 1 : 4 gesunken.

Die Geldhäuser, die den Fonds als sogenannte Prime-Broker Kredite zur Verfügung stellen, fordern nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg im Vergleich zur Zeit vor dem Ausbruch der Kreditkrise bis zu zehnmal höhere Zinsen und verlangen zusätzliche Sicherheiten, auch für Investitionen in Papiere, die vor kurzem noch als sicher galten.

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