Defensive Strategien werden favorisiert
Rentenfondsmanager setzen auf Euro-Papiere

Die Lage an den internationalen Rentenmärkten ist für Manager von Anleihefonds nicht leicht. Nach den Äußerungen von US-Notenbankchef Alan Greenspan in der vergangenen Woche diskutieren Experten nur noch über den Zeitpunkt von Leitzinserhöhungen. Entsprechend heikel ist die richtige Fondspositionierung.

HB FRANKFURT/M. Dit-Fondsmanager Jürgen Jann geht wie viele seiner Kollegen von einem maßvollen Zinsanstieg in den kommenden Monaten aus. Insgesamt sei eine Erhöhung der Sätze um 150 Basispunkte nötig. In der Euro-Zone erwartet er für dieses Jahr keine Leitzinserhöhung. Und auch Japan werde dieses Jahr nicht an der Zinsschraube drehen.

Vor diesem Hintergrund hat Jann den von ihm betreuten Internationaler Rentenfonds defensiv ausgerichtet, setzt vergleichsweise geringere Akzente bei Staatspapieren aus USA und Japan, konzentriert sich stärker auf Staatsanleihen aus Euroland. Auch die durchschnittliche Restlaufzeit der Anleihen ist mit 5,2 Jahren eher unterdurchschnittlich. Jann sichert Währungsrisiken teilweise ab.

Der Fonds von Allianz Dresdner Asset Management mit Publikumsfondsmarke Dit liegt dank eines Zwölfmonats-Wertgewinns von 1,59 % im Mittelfeld der zehn größten internationalen Rentenfonds. Der Pioneer Funds-International Bond A von Pioneer Investments folgt mit einem Plus von 0,33 % direkt dahinter.

Pioneer-Portfoliomanagerin Giuseppina Marinotti sagt, derzeit seien unter anderem 40 % der Fondsmittel in auf Euro lautende Papiere investiert, 23 % in auf US-Dollar lautende Anleihen und 27 % in japanische Anleihen. Sie sichere die Währungsrisiken nicht ab. Nach Ansicht von Iris Albrecht, Geschäftsführerin von Fund-Market Deutschland, fahren Euro-Anleger mit währungsgesicherten Rentenfonds besser.

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