Deutschland-Start
Schweizer Globalfonds legt Traumstart hin

Besser kann der Deutschland-Start für einen Fonds kaum ausfallen: Der im Februar 2006 aufgelegte und seit wenigen Wochen auch in Deutschland zum Vertrieb zugelassene Long Investment Fund-Term (SIA) Classic setzte sich mit einem Zwölf-Monats-Wertzuwachs von 47,15 Prozent prompt an die Spitze der 381 bei Feri gelisteten globalen Aktienfonds.

HAMBURG. "Wir waren unter anderem mit Investments in Schifffahrtsgesellschaften und Werften erfolgreich, die wir aktuell mit 25 Prozent gewichten", sagt Alex Rauchenstein von der Schweizer Investmentboutique Strategic Investment Advisors Group (SIA). Bei der Titelauswahl setzen Rauchenstein und seine Teamkollegen Carlos Jarillo und Walter Scherk vor allem auf Unternehmen, die im Schnitt ein Kurswachstum von jährlich rund 15 Prozent erwarten lassen.

"Diese hohe Zielsetzung lässt sich aus unserer Sicht nur mit Investitionen in unterbewerteten Unternehmen erreichen, die ein günstiges Kurs-Gewinn-Verhältnis bieten", sagt Rauchenstein, der mit seinen Partnern auch den viertplatzierten Schwesterfonds Long Investment Fund-Term (SIA) Alpha betreut. "Bei diesem Fonds werden rund 80 Prozent des Portfolios über Derivate auf den MSCI Welt und Schwellenländerindizes abgesichert", erläutert der SIA-Manager den Unterschied zur Classic-Variante.

Hinsichtlich der Länder- und Branchengewichtungen orientiert sich das Team bei beiden Fonds nicht an einem bestimmten Vergleichsindex. Dementsprechend stark sind die Abweichungen vom MSCI Welt: US-Aktien sind etwa in diesem Index mit 48 Prozent gewichtet, während der Anteil in beiden Fonds bei nur 18 Prozent liegt.

Einen Anteil von 70 Prozent haben US-Aktien dagegen am Portfolio des bereits 1969 aufgelegten Wekanord. "In den vergangenen zwölf Monaten hat sich diese Ausrichtung sowie die Gewichtung Japans mit 15 Prozent allerdings nicht ausgezahlt", kommentiert Nordinvest-Manager Volker Kuhnwaldt das Minus von 0,61 Prozent, mit dem der Fonds den viertletzten Platz belegt.

Zumindest bis zum Jahresende soll die hohe US-Quote aber bestehen bleiben: "Wir schätzen den Markt im Verhältnis zu den Fundamentaldaten als unterbewertet ein und sehen daher deutliches Aufholpotenzial", begründet der Nordinvest-Manager seine antizyklische Strategie. Auch von der Hypothekenkrise am US-Markt, der die Finanzbranche insgesamt unter Druck setzte, lässt er sich nicht beeindrucken und hält an der Gewichtung von elf Prozent in diesem Sektor fest. "Wir beschränken uns auf Unternehmen, die von Problemkrediten nach unserem Ermessen nicht so stark betroffen sind und zu Unrecht am Pranger stehen", sagt Kuhnwaldt.

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