Die besten Investmentfonds
Exotenwährungen bringen Fondsmanagern Erfolg

Exotenwährungen entwickelten sich in denv ergangenen jahren zu einer kleinen Goldgrube. Im Vergleich zum schwächelnden Dollar legten der brasilianische Real oder die türkische Lira enorm zu. Davon profitierten auch einige Fonds aus dem Ranking für Hochzinsanleihen.

HAMBURG. Frühsommer 2005: Euro-Geldmarktfonds werfen Renditen von weniger als drei Prozent ab, Schwellenländer wie Brasilien oder Indonesien locken dagegen mit kurzfristigen Zinsen in zweistelliger Höhe. Da zudem viele Experten den Währungen dieser Länder Aufwärtspotenzial zubilligen, liegt die Idee nahe, auf Schwellenländer spezialisierte Geldmarktfonds auf den Markt zu bringen. Eines der ersten Angebote dieser Art, der DWS Invest Emerging Yield Plus, sammelt aus dem Stand mehr eine halbe Mrd. Euro ein.

Zweieinhalb Jahre später ist Ernüchterung eingekehrt. Von der Auflage an gerechnet gab der Anteilspreis des DWS Invest Emerging Yield Plus um 1,5 Prozent nach, allein für die vergangenen zwölf Monate (Stichtag: 30. September) steht ein Minus von 4,1 Prozent zu Buche. Mittlerweile flüchten die Anleger: Von 605 Mill. Euro per Ende 2006 sank das Fondsvolumen auf 155 Mill. Euro.

Besser machte es die österreichische Gesellschaft Erste-Sparinvest. Ihr im Herbst 2005 gestarteter Espa Cash Emerging Markets erzielte in den vergangenen zwölf Monaten einen Wertzuwachs von 17,83 Prozent und belegt damit in der Kategorie "Fonds für Hochzinsanleihen" den zweiten Platz (Tabelle). "Wir hatten die richtigen Währungen im Portfolio und haben zudem aktiv gegen den Dollar gewettet", sagt Fondsmanager Anton Hauser. Währungen wie die türkische Lira oder der brasilianische Real stiegen nicht nur gegenüber der US-Währung, sondern auch gegen den Euro und bescherten deutschen Anlegern somit inklusive der üppigen Verzinsung Renditen von deutlich über 20 Prozent.

Hauser zufolge ist ein Ende der Talfahrt nicht in Sicht. "Nach der Zinssenkung der Notenbank strömt neue Liquidität in den Markt; das macht den Dollar eher noch schwächer", sagt er. Den Währungen rohstoffreicher Länder wie Russland oder Brasilien prognostiziert er dagegen eine gute Entwicklung.

Auch Stephan Hirschbrich von der Union Investment führt das gute Abschneiden des auf Rang drei liegenden UniWirtschaftsAspirant auf die konsequente Absicherung des Dollarrisikos zurück. "Dadurch haben wir uns die auf den Dollar bezogene Aufwertung der meisten Schwellenländerwährungen fast eins zu eins ins Portfolio geholt", sagt er. Ähnlich wie im Espa Cash Emerging Markets spielen die Türkei und Russland in Hirschbrichs Fonds eine führende Rolle. Zudem hält er sich zugute, mit seinem Team zu den ersten Investoren in afrikanische Währungen zu gehören. So sind im UniWirtschaftsAspirant außer südafrikanischen Rand und ägyptischen Pfund unter anderem auch sambische Kwache und ghanaesische Cedi enthalten.

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