Die besten Investmentfonds
Rohstofffonds geraten mit Nebenwerten ins Minus

Anleger, die in die spezialisierten Rohstoff-Fonds der Stabilitas-Reihe investieren, müssen starke Nerven mitbringen: Der Stabilitas Gold & Ressourcen gehörte zwar noch zur Mitte letzten Jahres zu den erfolgreichsten Produkten, mittlerweile zogen jedoch fast alle Konkurrenten vorbei.

HAMBURG. Da die Fondsberater Eckart Keil und Werner Ullmann von der Investmentboutique ERA Resources vorwiegend in Aktien aus der zweiten Reihe investieren, fallen die Schwankungen bei der Wertentwicklung dieser Fonds noch heftiger aus als dies in dieser Vergleichsgruppe ohnehin der Fall ist.

Das zeigen auch der Zwölf-Monats-Vergleich der Bad Homburger Analyseagentur Feri für diese Kategorie: Der Stabilitas Gold + Ressourcen gehörte noch bis zum Sommer regelmäßig zu den erfolgreichsten Fonds, derzeit belegt er mit einem Minus von 18,12 Prozent nur den drittletzten Platz von 65 Konkurrenten (Tabelle).

Kaum besser erging es drei Schwesterfonds für Agrarrohstoffe, Silber und Uran. "Wir gewichten Nebenwerte im Schnitt mit rund 70 bis 80 Prozent, was die Wertentwicklung seit August vergangenen Jahres stark belastete", sagt Ullmann. Dort hätten Investoren trotz guter Perspektiven für die jeweiligen Rohstoffsegmente in zwei Schüben massenhaft verkauft. "Zunächst kam die Kreditkrise in den USA, dann belasteten steuermotivierte Verkäufe zusätzlich die Aktienkurse", sagt Ullmann. So könnten nordamerikanische Anleger Verluste nur dann steuermindernd geltend machen, wenn sie im gleichen Jahr anfielen. Mittlerweile hält er die Talsohle jedoch für erreicht: "Wer verkaufen wollte, ist bereits ausgestiegen."

Der umgerechnet rund 8,7 Mrd. Euro schwere Spitzenreiter MLIIF World Mining von Blackrock war von der schlechten Entwicklung im Nebenwertesegment nicht betroffen, da der Fonds vorwiegend auf die Branchengrößen im Minensektor setzt. "Auch wenn das Volumen weitaus geringer wäre, würden wir lediglich kleine Beimischungen in Nebenwerten halten, da uns das Segment als zu risikoreich erscheint", stellt Fondsmanager Evy Hambro klar.

Anders als Ullmann und Keil bevorzugt Hambro zudem Produktionsfirmen, während das ERA-Duo etwa 20 bis 30 Prozent der jeweiligen Fondsportfolios in Explorationsunternehmen investiert.

Wie Hambro hält auch Joanne Warner im Portfolio ihres First State Global Resources Fund vorwiegend Branchengrößen, Nebenwerte dürfen maximal 30 Prozent ausmachen. Mit dieser Ausrichtung war Warner ähnlich erfolgreich und erwirtschaftete mit einem Plus von 28,49 Prozent das zweitbeste Ergebnis der Vergleichsgruppe. Für das Nebenwertesegment gibt sich die First-State-Managerin vorerst skeptisch: "In der aktuellen Marktsituation dürften sich insbesondere kleinere Unternehmen mit Finanzierungsbedarf schwach entwickeln."

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