Die betsen Investmentfonds
Schwellenländer-Fonds legen deutlich zu

Wer bei dem Start der ersten BRIC-Fonds vor drei Jahren glaubte, es handele sich um einen kurzfristigen Modetrend, wurde eines Besseren belehrt: Längst sind diese Fonds mit Schwerpunkt auf Brasilien, Russland, Indien und China eine feste Größe in der Angebotspalette der Schwellenländerfonds geworden und schlagen sich sehr erfolgreich.

HAMBURG. Das bestätigt auch ein Blick auf den Zwölf-Monats-Vergleich (s. Tabelle): Mit dem Pictet Emerging Markets Large Cap schaffte lediglich ein Fonds den Sprung in die Spitzengruppe, der das verkaufsträchtige Kürzel nicht im Namen trägt. Auch dort sind die vier genannten Länder jedoch aktuell mit mehr als 51 Prozent gewichtet.

Mit großem Abstand am erfolgreichsten war die in Euro währungsgesicherte Tranche des Goldman Brics Portfolio, die ein Plus von 92,39 Prozent verbuchte. Die nicht abgesicherte Variante folgt mit einem Wertzuwachs von 73,56 Prozent auf Rang zwei. Beim drittplatzierten Schroder ISF BRIC investiert Fondsmanager Allan Conway ausschließlich in den vier unter diesem Kürzel zusammengefassten Ländern. Dabei setzt er rund 36 Prozent des Portfolios auf chinesische Aktien, die er gegenüber dem Vergleichsindex MSCI BRIC minimal untergewichtet.

"Das Gewinn- und Wirtschaftswachstum sind zwar weiterhin positiv, die Bewertungen sind jedoch schon sehr hoch", kommentiert der Schroders-Manager sein Engagement im Reich der Mitte. Als attraktiver stuft er dagegen Brasilien und Russland ein, die er gegenüber dem Index leicht übergewichtet. Mit einem Portfolio-Anteil von nur zehn Prozent hält Conway indische Aktien dagegen klar untergewichtet: "Dort sind die Fundamentaldaten zwar positiv, aber die Bewertungen noch höher als in China".

Rund doppelt so hoch ist der Anteil indischer Aktien im Portfolio des auf Rang fünf liegenden Parvest BRIC-Fonds. Insgesamt hält sich Fondsmanager Chakri Lokapriya damit enger an seinen Vergleichsmaßstab, der sich zu je einem Viertel aus dem jeweiligen MSCI-Index der BRIC-Länder zusammensetzt. Das gilt auch auf Branchenebene: Während Conway etwa Werkstoffe mit 15 Prozent rund doppelt so hoch wie im MSCI BRIC gewichtet, gestattet sich Lokapriya lediglich im Energiesektor eine Untergewichtung von 4,35 Prozentpunkten. Insgesamt hält er gut ein Viertel des Portfolios in diesen Aktien.

Auch sonst setzen beide Fondsmanager unterschiedliche Akzente, wie die geringen Überschneidungen bei den zehn größten Titeln zeigen: Nur der chinesische Ölkonzern CNOOC und der weltgrößte Eisenerzproduzent Cia Vale do Rio Doce aus Brasilien gehören zu den größten Positionen.

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