Dit-Manager setzt vor allem auf Branchenwerte mit hoher Dividendenrendite wie Eni, Royal Dutch und Total
Euroland-Fonds bleiben Ölaktien treu

Fondsmanager bewerten die Aussichten für europäische Aktien unterschiedlich. So traut Dirk Enderlein von der zum Allianz-Konzern gehörenden Fondsgesellschaft Dit den Euro-Börsen noch zehn bis 15 Prozent Potenzial zu. Vorsichtiger äußert sich Nicolas Simar von ING Investment Management. Er glaubt, dass die Kurse bis Jahresende seitwärts pendeln werden.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. Unterschiedlich fällt daher auch die Ausrichtung der beiden Fonds aus. Bei der Portfoliobildung des Dit-Wachstum Euroland setzt Enderlein auf Aktien, die ein überdurchschnittlich starkes Wachstum bei Ergebnis und Cash-flow bieten, das sich noch nicht in den Kursen widerspiegelt. Mit dieser Strategie erwirtschaftete der Fondsmanager in den vergangenen zwölf Monaten bis Ende Juni einen Wertzuwachs von fast 28 Prozent und liegt unter den Euroland-Aktienfonds auf Position vier.

Simar stimmen vor allem die steigenden Zinsen und das nachlassende Gewinnwachstum skeptisch. Er hat daher den ING (L) Invest Euro High Dividend Cap auf Dividendenwerte ausgerichtet. Wichtig sei bei der Einzeltitelauswahl zudem die Nachhaltigkeit und die Qualität der Unternehmen. Mit einem Plus von rund 25 Prozent schnitt der Fonds nur wenige Prozentpunkte schlechter ab als das dit-Produkt.

Im Vergleich der Wertentwicklung läge der Dit-Wachstum Euroland zwar vorne, bestätigt Dirk Rüttgers, Leiter der Vermögensverwaltung der Berliner Weberbank. „Unter Berücksichtigung von Risikoaspekten weist das Produkt aus dem Hause ING jedoch eine geringere Schwankungsbreite auf. Dies führt in längeren Betrachtungszeiträumen zu besseren Ergebnissen des Fonds“, so Rüttgers.

Trotz ihrer unterschiedlichen Vorgehensweise bei der Aktienauswahl sind beide Portfoliolenker auf der Suche nach interessanten Titeln im Ölsektor fündig geworden. „Wir gehen davon aus, dass die Ölpreise auf Grund der starken Nachfrage aus Asien und Schwierigkeiten auf der Angebotsseite weiter hoch bleiben“, begründet Enderlein die Entscheidung. Sein Favorit ist der französische Konzern Total. Wegen der traditionell hohen Dividendenrenditen gehören bei Simar die Ölwerte Eni, Royal Dutch und ebenfalls Total in das Portfolio.

Für interessant hält Simar trotz der bereits erfreulichen Kursentwicklungen auch Versorger wie Snam Rete Gas, Eon und RWE. Enderlein sieht vor allem im Gesundheitsbereich weiteres Potenzial. Aussichtsreich sei beispielsweise das Papier des Pharmagroßhändlers Celesio. Weitere Kursgewinne traut er auch dem Anteilsschein des Krankenhausbetreibers Rhön-Klinikum zu.

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