ETF-Sparpläne
Mit kleinen Summen zum (Spar-) Erfolg

Fondssparen gehört seit einigen Jahren zu den bevorzugten Sparformen der Deutschen, daran hat auch die Finanzkrise nichts geändert. In 15,7 Millionen Sparpläne flossen im Jahr 2007 rund 12,3 Milliarden Euro, ergab eine Umfrage des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI). Für das vergangene Jahr liegen noch keine Zahlen vor.

Experten rechnen mit einem Ergebnis in vergleichbarer Höhe. Vor allem das regelmäßige Ansparen über Exchange Traded Funds (ETF) wird immer beliebter. Direktbanken und Online-Broker spüren eine steigende Nachfrage, denn für die Sparpläne gilt das gleiche wie für die Einmalanlage: Börsennotierte Indexfonds punkten mit ihren niedrigen Kosten. Es fallen keine Ausgabeaufschläge an und die Gebühren sind deutlich niedriger als bei herkömmlichen Investmentfonds. Bei einfach strukturierten Produkten liegt die jährliche Verwaltungsgebühr oft nur bei 0,15 bis 0,30 Prozent.

Zudem sind ETFs äußerst transparent, weil sie ein Börsenbarometer fast eins zu eins nachbilden. Somit entwickelt sich ein Dax-ETFs auch exakt so wie der Deutsche Aktienindex. Und das ist ein weiteres Argument für Indexfonds, denn viele Fondsmanager schaffen es nicht, ihren Vergleichsindex konstant zu schlagen. Zu diesen Ergebnissen kommt auch eine Untersuchung von Barclays Global Investors (iShares) auf Basis von Daten der Fondsratingagentur Morningstar.

"In den volatilen Märkten im Herbst vergangenen Jahres ist es nach Kosten noch weniger aktiv gemanagten Fonds als über längere Zeiträume gelungen, ihren Vergleichsindex hinter sich zu lassen", urteilten die Barclays-Experten. Beispielsweise erzielten nur 27 Prozent der weltweit investieren Aktienfonds binnen eines Jahres eine bessere Rendite als ihr Vergleichsindex MSCI World - 73 Prozent lieferten eine geringere Rendite ab.

Dabei galt es lange als Vorteil der aktiv gemanagten Portfolios, dass sie eine höhere Cash-Quote halten als ETFs und somit in Abwärtsphasen an den Märkten flexibler reagieren können und den Abschwung abfedern können. "Tatsächlich konnten jedoch die wenigsten aktiv gemanagten Fonds in der Finanzkrise diesen Vorteil effektiv ausspielen", heißt es bei Barclays. Allerdings basiert die Analyse auf Daten von Ende Oktober 2008. Zwar beinhaltet die Untersuchung somit auch die Verwerfungen an den Weltbörsen in den sechs Wochen nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers, doch seither haben die Börsen nach einigen Schwankungen noch weiter abgegeben. Über das Abschneiden der Fondsmanager in diesen Monaten liegen noch keine detaillierten Auswertungen vor. Experten rechnen aber mit einem ähnlichen Ergebnis.

Enttäuschende Publkumfonds

Auch auf längere Sicht schneiden viele Publikumsfonds eher enttäuschend ab. Binnen drei oder fünf Jahren ist die Entwicklung der aktiv gemanagten Fonds zwar besser als auf Jahressicht, doch immer noch schaffen es 59 beziehungsweise 57 Prozent nicht, den MSCI Word zu schlagen, so Barclays auf Basis der Morningstar-Daten.

Noch schlechter ist das Ergebnis bei Fonds, die in europäische Standardwerte investieren: Auf Sicht von drei Jahren mussten sich 74 Prozent der Fonds gegenüber dem DJ Euro Stoxx 50 geschlagen geben, über einen Zeitraum von fünf Jahren waren es 84 Prozent. Eine systematische gleich gute oder gar bessere Entwicklung als die Benchmark präsentieren somit nur die wenigsten aktiv gemanagten Fonds.

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