Europäer sind risikoscheuer als US-Amerikaner
Vermögen der Fonds nimmt weltweit zu

Das Vermögen von Investmentfonds ist im vergangenen Jahr gestiegen. International hatten Investoren Ende 2004 rund 11 653 Mrd. Euro in Wertpapierprodukten angelegt, nach 11 079 Mrd. Euro am Ende des Vorjahres. Diese Zahlen stellte jetzt Deutschlands größte Investmentgesellschaft DWS in ihrer jährlichen globalen Übersicht vor.

ina FRANKFURT/M. Mit Abstand größte Fondsmarkt bleiben die Vereinigten Staaten. Ein spürbar größeres Wachstum zeigen aber die europäischen Länder. Die Europäer steckten im vergangenen Jahr Nettokapital in Höhe von 90,6 Mrd. Euro in Fondsprodukte. Im Gegensatz dazu brachten es US-Amerikaner nur auf die Hälfte dieser Summe – obwohl der Markt dort insgesamt größer ist.

Bei Betrachtung der verwalteten Gelder in einzelnen Anlagegruppen fällt das Bild anders aus. Unter diesem Blickwinkel zeigen die US-Amerikaner mehr Mut. Dort stecken jetzt 54,1 Prozent des Fondskapitals in Aktienfonds. Allerdings haben Produkte dieser Gattung in der privaten US-Altersvorsorge auch einen ganz anderen Stellenwert als in Europa. Unter anderem aus diesem Grund erreichen Aktienfonds in Europa nur einen Anteil von 36 Prozent.

Erwartungsgemäß spiegelt auch der Vergleich bei den Rentenfonds die unterschiedlichen Grundeinstellungen wider. In Europa stellen Rentenprodukte mit 30,2 Prozent die zweitstärkste Fondsgruppe. Damit ist die Quote fast doppelt so hoch wie in den USA.

Im globalen Vergleich des Fondsvermögens pro Kopf der Bevölkerung steht Deutschland eher schlecht da. An der Spitze liegen die USA mit 20 365 Euro je Einwohner. Dann folgen Franzosen mit 16 719 Euro. Auch Italiener, Briten und Spanier liegen noch vor den Deutschen, die auf lediglich 4 518 Euro kommen. Die DWS stimmt das optimistisch: „Die signifikanten Unterschiede unterstreichen das vorhandene Potenzial der Fondsindustrie, gerade auch im Hinblick auf die private Altersvorsorge“, lautet ihr Fazit.

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