Europäische Rentenfonds
Europa-Rentenfonds rutschen ins Minus

Der November verlief für den KBC Bonds Euro Candidates wenig erfreulich: Der von Steven Gardyn gemanagte Fonds verbuchte ein Minus von 0,84 Prozent, während die Vergleichsgruppe "Europäische Renten" der Bad Homburger Analyseagentur Feri im Schnitt lediglich mit 0,19 Prozent im Minus lag.

HAMBURG. "Die von uns sehr hoch gewichteten Papiere aus Polen, Ungarn und der Türkei gerieten im November stark unter Druck", kommentiert der Manager der belgischen KBC-Banktochter das magere Monatsergebnis. Auf Sicht von zwölf Monaten konnte Gardyn mit einem Plus von 5,98 Prozent dennoch seine Spitzenposition verteidigen. Seiner Vorliebe für türkische Anleihen ist der KBC-Manager trotz der jüngsten Schwäche treu geblieben: "Mit 15,30 Prozent bildet sie nach dem Euro nach wie vor die größte Währungsposition", sagt er.

Weit vorsichtiger ist dagegen Ralf Schreyer positioniert: Er hält im Portfolio des zweitplatzierten DWS Euro Strategie (Renten) lediglich einen Anteil von 3,9 Prozent, die auf türkische Lira lauten. Auch in anderen Punkten unterscheidet sich Schreyers Positionierung deutlich: So ist er zu rund 90 Prozent in Euro-Anleihen investiert, während Gardyn die europäische Leitwährung mit lediglich einem Drittel gewichtet.

An seiner eher defensiven Strategie will Schreyer zunächst noch festhalten: "Die derzeitige Unsicherheit über die globale wirtschaftliche Entwicklung ist kein gutes Umfeld für risikoreiche Investments", verteidigt er seinen Kurs. In den kommenden Wochen will der DWS-Manager über Genussscheine, Schwellenländeranleihen und die in die Krise geratenen besicherten Wertpapiere (Asset Backed Securities, ABS) wieder verstärkt auf Papiere mit Chance auf eine Zusatzrendite setzen. Bei letztgenannten Anleihen will sich Schreyer aber vor allem auf die Bereiche Autoleasing und Verbraucherkredite beschränken und im Immobilienbereich lediglich britische ABS ins Visier nehmen. "Noch steigen dort die Hauspreise, so dass das Risiko dieser Papiere begrenzt ist", erläutert er.

Für Gerhard Erler sind dagegen sowohl ABS als auch Genussscheine und Schwellenländeranleihen kein Thema: Er investiert mit dem 3 Banken Europa Bond Mix vorwiegend in Staatspapiere und mischt lediglich im geringen Umfang Unternehmensanleihen bei. Auch europäische Konvergenzwährungen spielen mit einer Gewichtung von derzeit acht Prozent eine eher untergeordnete Rolle. "Wir setzen für die Erzielung einer Zusatzrendite vor allem auf eine aktive Laufzeitensteuerung", beschreibt der Manager der österreichischen 3 Banken Generali-Investmentgesellschaft seine Anlagestrategie. Derzeit sieht er eher im kurzen Laufzeitensegment Chancen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%