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Euwax: Anleger kaufen Calls auf den Euro

Auffällig viele Kauforders sind heute bei tief im Geld liegenden Calls auf den Euro zu verzeichnen. Die Scheine haben eine Basis bei rund 1,105 Dollar, während der Euro gestern ein neues der Monatshoch bei mehr als 1,2370 Dollar markierte.

Gestern Abend begann in den USA die Quartalsberichtssaison. Als erstes meldeten sich der Internetdienstleister Yahoo und der weltweit größte Aluminiumkonzern Alcoa zu Wort. Beide Ergebnisse wurden mit Enttäuschung aufgenommen und führten bei den jeweiligen Aktien nachbörslich teilweise zu herben Kursabschlägen. Während Alcoa den regulären Handel noch mit Kursgewinnen beenden konnte, verlor die Aktie nachbörslich rund zwei Prozent. Der Aluminiumhersteller meldete einen Gewinn je Aktie von 0,47 Dollar vor außerordentlichen Posten und traf damit genau die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz verbesserte sich auf 6,09 Milliarden Dollar und lag damit leicht über den Prognosen von 6,08 Milliarden Dollar.

Fast 12 Prozent verloren dagegen die Aktien von Yahoo im nachbörslichen Handel, nachdem die Aktie bereits im regulären Handel rund zwei Prozent abgegeben hatte. Wie bei Alcoa traf auch bei Yahoo der Gewinn pro Aktie exakt die Analystenerwartungen von 0,08 Dollar. Ebenso lag der Umsatz mit 609 Millionen Dollar genau im Rahmen der Erwartungen. Besonders enttäuscht zeigten sich die Investoren jedoch über den Ausblick bei Yahoo. So rechnet das Unternehmen im dritten Quartal lediglich mit einem Umsatz zwischen 610 und 650 Millionen Dollar, während die Analysten bislang von einem Gewinn von mindestens 645 Millionen Dollar ausgegangen waren. Insgesamt hatten sich viele nach den ausgesprochen starken Vorquartalen mehr von den neuen Yahoo-Ergebnissen versprochen.

Damit blieb von den immerhin gut behaupteten Schlussständen an den US-Börsen für den Handel in Europa nichts mehr übrig. Der Deutsche Aktienindex verlor gleich zur Eröffnung rund ein dreiviertel Prozent und tauchte sogar kurzzeitig unter die Marke von 3900 Punkten. Diese starken Abschläge ließen sodann mehrere Knock-out-Calls auf den Dax mit Basispreisen zwischen 3900 und 3925 Punkten verfallen. Diese Basispreise zählten im gestrigen Euwax-Handel zu den beliebtesten Papieren. Nur wenige sollten heute noch die Chance gehabt haben ihren Zeitwert in diesen Scheinen zu retten. Die Spekulation auf eine Gegenbewegung hat aber bereits eingesetzt. Die derzeit gefragteste Basis auf Dax liegt nun bei 3875 Punkten. Bis zum Mittag kann sich der Dax dann auch leicht erholen und notiert nur noch rund ein halbes Prozent im Minus bei etwa 3910 Punkten.

Ungewiss bleibt weiterhin die Zukunft des russischen Ölkonzerns Yukos, der gestern Abend eine Frist zur 2,8 Milliarden Euro Steuernachzahlung verstreichen ließ. Laut Medienberichte seien inzwischen auch russische Gerichtsvollzieher vor Ort, die einen entsprechenden Vollstreckungsbefehl bei sich hätten. Die Aktie verliert daraufhin im Handelsverlauf neuerliche fünf Prozent, nachdem sie gestern mehr als zehn Prozent zulegte. Während die risikobereiten Anleger an der Euwax weiter mit Calls auf Yukos direkt auf eine Rettung des Unternehmens spekulieren, versuchen etwas vorsichtigere Anleger mit Calls auf den russischen Index RDX von einer möglichen Rettung des Unternehmens zu profitieren.

Auffällig viele Kauforders sind heute bei tief im Geld liegenden Calls auf den Euro zu verzeichnen. Die Scheine haben eine Basis bei rund 1,105 Dollar, während der Euro gestern ein neues der Monatshoch bei mehr als 1,2370 Dollar markierte.

Da sich der Preis für die Feinunze Silber weiter über der Marke von 6 Dollar hält fühlen sich auch heute viele Anleger ermutigt, in Knock-out-Calls auf das Silber einzusteigen.

Unsicherheit kam heute auch bei Infineon auf, nachdem der bisherige Vorstandschef des Mutterkonzerns Siemens, Heinrich von Pierer, seinen Wechsel in den Aufsichtsrat zum Januar 2005 angekündigt hatte. Die Nominierung seines Nachfolgers Klaus Kleinfeld schürt nun Gerüchte um einen weiteren Verkauf von Infineon-Anteilen. Siemens hält derzeit noch 18,9 Prozent an Infineon deren Haltefrist am kommenden Montag enden soll. Die Infineon-Aktie ist daher heute der größte Verlierer im Dax mit rund 2,5 Prozent Minus. Da die Aktie zudem unter die Marke von 10 Euro gefallen ist, steigen nun einige Anleger in Kaufoptionsscheine auf den Chipbauer ein.

EUWAX Trends - Plain-Vanilla-Optionsscheine (Stand 12:00 Uhr)

Basiswert / TypBasispreisK.O.Wg.LaufzeitWKNBemerkungen
Dax / Call4200-?15. Sep 04A0CLGCmehr Käufer
Dax / Put4000-15. Sep 04A0CLGNmehr Verkäufer

Infineon

/ Call
10-17. Dez 04738783mehr Käufer
Yukos / Call40-

14. Dez 05

DB0BHAmehr Käufer
Lufthansa / Call


11,7-15. Jun 05819334mehr Käufer

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