Experte erwartet Schub für die Branche
Beteiligungskapital soll steuerlich entlastet werden

Veräußerungsgewinne aus Beteiligungen an Risikokapital-Fonds soll künftig steuerlich entlastet werden. Das sieht der Entwurf für den SPD-Parteitag im November vor.

HB FRANKFURT. Dazu solle die so genannte Wesentlichkeitsgrenze von derzeit einem Prozent auf zehn Prozent angehoben werden. Gehören einem Investor bislang mehr als ein Prozent am Kapital einer Kapitalgesellschaft, so ist dies eine wesentliche Beteiligung und bei deren Verkauf muss auf den erlösten Gewinn Einkommenssteuer gezahlt werden.

In dem SPD-Entwurf heißt es nun, Veräußerungsgewinne von Investoren in Risikokapital-Fonds (Venture Capital), die junge Unternehmen weiterfinanzierten, sollten nicht besteuert werden. Das selbe gelte für „Business Angel“, die sich bei kleinen und mittleren Unternehmen engagierten. Business Angel sind Privatpersonen, die frisch gegründeten Firmen Geld und Know-How gegen eine Beteiligung zur Verfügung stellen, die sie dann längerfristig mit Gewinn wieder veräußern wollen.

Für Stefan Jugel, Experte für Private Equity, könnten die Pläne einen Schub auf dem Markt für Beteiligungen auslösen. „Das wäre ein ganz wichtiges Signal für die Branche und nur zu begrüßen“, sagte er. So wären Beteiligungen in junge Start-Ups für Business Angel wieder deutlich attraktiver. „Der Private Equity-Markt hier in Deutschland wird gerade im Gegensatz zu den USA von der Politik ignoriert und schlecht verstanden. Dabei birgt er ein enormes Wachstumspotenzial.“ Ob der Entwurf sich auch durchsetze, sei aber noch offen. „Seit zwei Jahren gibt es ein Hin und Her mit den Verhandlungen in Sachen Besteuerung, das lähmt die Branche.“

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