Finanzdienstleister und Zykliker stehen in der Gunst ganz oben
Aktienverwalter setzten auf Europa

Spätestens seit den jüngsten Anschlägen in der Türkei befinden sich die Lenker weltweit investierender Aktienportfolios in einem Zustand zwischen Hoffen und Bangen.

HB/vwd FRANKFURT/M. „Kurzfristig wollen die Aktienmärkte weiter nach oben. Die starke US-Konjunktur und ein anhaltend niedrige Zinsen bieten ein ideales Umfeld“, glaubt Fondsmanager Hendrik Leber. Doch Terrorangst, der schwache Dollar und der hohe Ölpreis dämpfen die Chancen auf weitere deutliche Kursgewinne. Mit einem Zwölfmonats-Plus von knapp 38 % per Ende Oktober belegt Lebers Acatis Champions Select/Global Platz sechs unter 346 international anlegenden Konkurrenten.

„In den vergangenen drei Jahren konnte sich der Fonds gegenüber seiner Messlatte, dem MSCI-Welt-Index, nicht signifikant besser entwickeln“, sagt Andrea Schruff, Leiterin des Portfolio-Managements bei der Berliner Weberbank. Seit Anfang dieses Jahres verfolge das Fondsmanagement eine sehr streng systematische Anlagepolitik. „Dabei zielt man auf europäische und US-Firmen, die wegen ihrer momentanen Unterbewertung ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial haben“, ergänzt sie. Dieses Wachstumspotenzial findet Leber derzeit überwiegend in Europa. „Dort gibt es sehr gute Firmen mit einer sehr niedrigen Bewertung.“ Zwar haben amerikanische Risikopapiere einen Anteil von 45% am Fondsvermögen. „Doch hier gehen wir sehr selektiv vor, da viele Werte mittlerweile vergleichsweise teuer sind“, sagt er.

Peter Huber zählt zwar nicht zu den Dauer-Pessimisten, dennoch ist er momentan vorsichtig. Deshalb hat er den DG Lux Multi Manager Starpoint (Platz zehn) zunächst defensiv ausgerichtet. „Wir haben bei Aktien Gewinne mitgenommen, die zuvor sehr gut gelaufen sind“, sagt Huber. Gleichzeitig hat er den Anteil defensiver Werte im Depot durch den Kauf von Aktien wie Eon und Royal Dutch vergrößert.

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