Finanzwerte: Gute Aussichten
Global anlegende Fonds halten an US-Aktien fest

Der Fidelity International ist wieder auf Erfolgskurs: Mit einem Plus von mehr als 32 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten führt der von Richard Skelt betreute Fonds die Rangliste der zehn größten global anlegenden Aktienfonds an.

HAMBURG. Unter den insgesamt 359 ausgewerteten Fonds dieser Kategorie belegt er immerhin Rang 27 (siehe Tabelle).

Damit steht der Fidelity International derzeit deutlich besser da, als es das nur durchschnittliche „C“-Rating der Bad Homburger Analysegesellschaft Feri Rating & Research vermuten lässt. Das war jedoch nicht immer so: Zwischen März 2000 und November 2003 fuhr der damalige Manager Dick Habermann durch eine zu hohe Gewichtung von US-Technologiewerten einen Verlust von 55 Prozent ein und rutschte innerhalb seiner Vergleichsgruppe stark ab. Dann übernahm Skelt das Ruder, und seither geht es wieder bergauf.

Während sich der studierte Biochemiker vor allem auf die Aufteilung der Fondsmittel nach Ländern und Branchen konzentriert, delegiert er die Auswahl der Einzeltitel an regionale Spezialisten wie Graham Clapp, den Manager des erfolgreichen Fidelity European Growth. Aktuell ist der Fidelity International zu 44 Prozent in den USA investiert, gefolgt von Japan, Großbritannien und Kanada. Auf Branchenebene setzt Skelt vor allem auf die Bereiche Finanzen, Konsumgüter und Industrie.

Jens Wetter sieht den Fidelity International für das laufende Jahr gut positioniert. „Der Fonds hat 2005 zum ersten Mal seit fünf Jahren seine Benchmark wieder deutlich geschlagen“, sagt der Feri-Analyst. Damit befinde er sich in einer guten Ausgangslage. Mit einer Verbesserung des Ratings rechnet Wetter in absehbarer Zeit jedoch nicht: „Das Rating bezieht sich immer auf einen Zeitraum von fünf Jahren.“ Ähnliches gilt für den Robeco N.V. der niederländischen Gesellschaft Robeco, der mit einem „D“-Rating noch schlechter abschneidet als der Fidelity-Fonds. „Obwohl sich der Robeco N.V. in den vergangenen zwölf Monaten mit einem Plus von 28 Prozent vergleichsweise gut geschlagen hat, ist die Erholung nicht so signifikant wie bei anderen Fonds“, sagt Wetter.

Das bereits im März 1933 aufgelegte Urgestein war – ähnlich wie der Fidelity International – nach dem Platzen der Technologieblase im März 2000 sehr stark abgerutscht. Mark Glazener, der das Management im September 2003 von Jaap van Duin übernahm, führt dies vor allem auf die zu starke Ausrichtung auf Wachstums- und Standardwerte zurück.

Dies hat Glazener geändert, mittlerweile investiert der Fonds auch in substanzstarke Titel. Derzeit steckt mehr als die Hälfte des Fondsvermögens in US-Titeln, gefolgt von europäischen und japanischen Aktien. Dabei sieht der Robeco-Manager die größten Chancen im Finanzdienstleistungssektor sowie in den Bereichen Pharma und Industrie.

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