Flexibilität gefragt
Die Emerging Markets bleiben attraktiv

Dass Investments in Emerging Markets attraktiv sind, steht außer Frage. In den vergangenen zehn Jahren hat sich das Investitionsrisiko in diesen Ländern deutlich verringert. Grund hierfür ist vor allem, dass die Schwellenländer weniger abhängig von den großen Industrienationen geworden sind.

HB ROTTERDAM. Ihre Verschuldung ist deutlich zurückgegangen und die Wirtschaft wird zunehmend von inneren Faktoren angetrieben. Besonders populär sind die Bric-Staaten. Fonds mit diesem Namen investieren in die Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China, die laut Experten künftig das größte Potenzial haben, sich an die Spitze der Weltwirtschaft zu setzen. Fonds mit dem Kürzel Brick investieren zusätzlich in koreanische Titel. Auf diese fünf und weitere sechs Schwellenländer setzen Fonds mit der Bezeichnung Next-11.

Eines verbindet die drei Konzepte: Sie sind wenig flexibel - anders als so genannte Freestyle-Ansätze. Ihre Besonderheit: Fondsmanager müssen sich an keiner Benchmark orientieren. Es kommen nur die attraktivsten Titel ins Portfolio, so beispielsweise auch Mid-Cap-Werte, die nicht in den großen Indizes zu finden sind. Das ist ein großer Vorteil, denn Emerging Markets sind und bleiben eine volatile Anlage. Wer nicht schnell und flexibel auf Marktschwankungen reagieren kann, verpasst möglicherweise attraktive Ertragschancen.

Derzeit bietet vor allem Brasilien ein großes Potenzial. Grund sind nicht zuletzt die Rohstoffvorkommen an Eisenerz, anderen Metallen und Agrarrohstoffen. Die anhaltend hohe Nachfrage wird insbesondere durch den Bedarf in China getrieben - ein Faktor, der sich auch langfristig weiter positiv auf die Erholung der brasilianischen Wirtschaft auswirken wird.

Neben Brasilien lockt auch Korea mit soliden wirtschaftlichen Fundamentaldaten bei vergleichsweise niedrigen Bewertungen. Dabei überzeugen vor allem steigende Aktienkurse. Auch an China kommt derzeit kein Anleger vorbei. Die Investitionsquote im Land ist nach wie vor sehr hoch, was auch weiterhin zu einem starken Wirtschaftswachstum führen wird. Insgesamt können Anleger davon ausgehen, dass ein Großteil der Schwellenländer deutlich schneller wachsen wird als die Industrienationen.

Auch wenn viele Schwellenländertitel mittlerweile nur noch zu einem geringen Discount gegenüber denen der Industrieländer gehandelt werden, so bieten Schwellenländermärkte Anlegern nach wie vor interessante Perspektiven. Wer diese Chancen nutzen will, sollte allerdings nicht starr in wenige Länder investieren, sondern flexibel bleiben.

Jaap van der Hart ist leitender Portfoliomanager und Mitglied des Schwellenländerteams bei .

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