Fonds-Analyse
Weltweite Anleihefonds auf niedrigem Niveau

Für Rentenfonds war der US-Markt in den vergangenen Monaten attraktiv, weil der steigende Dollar-Kurse gute Erträge sicherte. Überhaupt hatten vor allem die Fondsmanager Erfolg, die ihre Währungspositionen geschickt wählten. Neben Dollar-Anlagen wirkten sich hier auch Investitionen in asiatische Währungen positiv aus.

FRANKFURT. International investierende Rentenfonds haben in den vergangenen Monaten vor allem vom starken Dollar profitiert. Entsprechend stehen die in der US-Währung notierenden Produkte mit einer Jahresperformance von bis zu 23 Prozent ganz oben in der Feri-Hitliste. Nur einer der zehn größten in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Rentenfonds bescherte seinen Anteilseignern eine negative Wertentwicklung von knapp vier Prozent.

Dabei bereiten die US-Staatsanleihen den Experten derzeit große Sorgen: "Die US-Zinskurve im 2- bis 10-Jahres-Segment versteilerte sich um 19 Basispunkte, die Kreditspreads erweiterten sich", sagt Alexandre Menendez. Der Manager des Axa-WF-Global-Aggregate-Bond-Fonds will in den kommenden Monaten seine Dollar-Short-Position beibehalten. Im Bereich der Inflationsanleihen hat Menendez derzeit die US-Papiere jedoch übergewichtet. "Inflationsindexierten US-Anleihen bieten durch ihre historisch niedrigen Niveaus gute Chancen." Diese Positionen bescherten ihm jüngst allerdings leichte Verluste.

Auch im Plus stehen zwei Rentenfonds von Franklin. Beide legten im vergangenen Januar noch einmal kräftig an Wert zu und landeten damit ganz oben in der Fondsliste. Der Templeton-Global-Bond-Fonds gewann 10,3 Prozent hinzu und der Templeton-Global-Total-Return-Fonds stieg sogar um knapp zwölf Prozent. An der globalen Zinsentwicklung allein lag das jedoch nicht: "Die globalen Rentenmärkte gaben im Januar ihre früheren Gewinne wieder ab", sagt Michael Hasenstab von Franklin Templeton. "Positive Ergebnisse generierten die Anleihefonds auch aus der Währungspositionierung."

Positiv auf die Rendite wirkten sich Positionen in asiatischen Währungen gegenüber dem Euro aus. Zudem profitierten beide Fonds von Shortpositionen in Singapur-Dollar. Negativ schlugen die schwedische Krone, der polnische Zloty und der russische Rubel zu Buche. Künftig will der Anleiheexperte Papiere aus Ost- und Südeuropa meiden. "Dafür manifestieren wir unsere großen Währungsengagements in Asien", sagt Hasenbichler.

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