Fondsberater warnt vor Risiken
Profis richten Mischfonds auf Aktien aus

Die flexiblen Mischfonds H&A Lux Vermögensaufbau und Ideal Invest-Ideal Global setzen trotz hoher Ölpreise und Terrorängsten verstärkt auf Aktieninvestments. Sowohl Martin Stürner von der PEH Wertpapier AG in Oberursel als auch Fondsberater Bernd Förtsch halten in den von ihnen betreuten Fonds an der starken Ausrichtung auf Risikopapiere fest.

HB FRANKFURT/M. Derzeit sind laut Fondsberater Stürner rund 90 Prozent der Gelder des Fonds Ideal Invest in Aktien investiert, beim von Förtsch betreuten H&A Fonds sind es 97,5 Prozent. „Für uns ist das Aktienumfeld nach wie vor attraktiver als die Rentenmärkte“, sagt Stürner. Auch Förtsch hält die Rentenmärkte wegen des aktuellen Zinsniveaus für unattraktiv. Sein H&A-Produkt rangiert mit einem Plus von 52,06 Prozent in den letzten zwölf Monaten auf Platz eins unter 251 flexiblen Mischfonds. Der Ideal Global Fonds folgt mit 29,10 Prozent auf Platz drei.

Gerd Bennewirtz, unabhängiger Fondsberater aus Korschenbroich, kritisiert den hohen Aktienanteil der Produkte: „Für einen Aktienfonds absolut vertretbar, für einen flexiblen Mischfonds angesichts historisch hoher Ölpreise, anhaltender Terrorgefahr und des ungewissen Wahlausgangs in den USA nicht risikokonform“, sagt er.

Förtsch hält dagegen, der Aktienbestand sei antizyklisch aufgestockt worden. „Ich trage der momentanen Schwäche des Aktienmarkts und der derzeit deutlichen Unterbewertung vieler Papiere Rechnung“, sagt er. Rund ein Viertel des Aktienengagements stecke in Titeln von Squeeze-out- und Übernahmekandidaten, die eine vom Markt weitgehend unabhängige Wertentwicklung versprächen.

Beide Fonds investieren auch in defensivere Finanz- und Versicherungswerte. Förtsch hat die Branche mit knapp 18 Prozent gewichtet, Stürner mit sieben Prozent. Der Ideal-Invest-Manager favorisiert zyklische Branchen wie Maschinenbau, Chemie, Transport und Touristik. Den Anteil an Technologietiteln hat er auf rund 30 Prozent reduziert. „Diese Branche gibt ein gemischtes Bild ab, daher ist Stockpicking hier um so wichtiger“, sagt Stürner. Der Rentenanteil von vier Prozent sei in eine variabel verzinsliche Anleihe investiert. Förtsch verzichtet dagegen gänzlich auf Anleihen.

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