Fondscheck
Rohstoff-Fonds machen derzeit das Rennen

Er gehört nicht nur zu den größten, sondern auch zu den besten Branchenfonds auf dem deutschen Markt: der Biotech P Cap von Pictet. In den vergangenen zwölf Monaten erzielte Michael Sjöström mit seinem Portfolio ein Plus von über 42 Prozent.

HAMBURG. Nur der MLIIF World Mining und der MLIIF World Energy von Merrill Lynch schnitten noch besser ab. Damit stehen die drei Produkte im jüngsten Vergleich der Bad Homburger Analysegesellschaft Feri Rating & Research an der Spitze der zehn größten Branchenfonds.

Obwohl die auf Rohstoffe und Energie ausgerichteten Portfolios den Biotechnologie-Fonds von Pictet übertrafen, kann sich auch die Performance von Sjöström sehen lassen. Das belegt zumindest der direkte Vergleich zum Dit-Biotechnologie, der nicht nur in den vergangenen zwölf Monaten, sondern auch in den letzten drei Jahren deutlich hinter dem Schweizer Konkurrenten zurückblieb.

"Der Fonds wurde erst im Herbst 2003 in einen reinen Biotechnologiefonds umgewandelt", erläutert Dit-Managerin Nicole Körtge das vergleichsweise schlechte Abschneiden ihres Portfolios. Zuvor waren die Bereiche Pharma und Medizintechnik hoch gewichtet. Das habe sich bremsend auf die Performance ausgewirkt.

Im Gegensatz zu Sjöström, der sich bei der Zusammenstellung seines Portfolios auf mittelgroße Unternehmen mit Produkten kurz vor der Marktzulassung konzentriert, investiert Körtge vor allem in Aktien von etablierten Unternehmen mit einem bewährten Management.

"Wichtig ist, dass die Firmen einen soliden Cashflow haben und über marktreife Produkte verfügen", sagt Körtge. Zu den größten Positionen im Fonds gehören daher auch Marktführer wie Amgen, Gilead und Biogen Idec.

Auch wenn die Stimmung in der Biotech-Branche derzeit mangels neuer Medikamente gedämpft ist, blickt Fondsmanagerin Körtge optimistisch in die Zukunft: "Die Produkt-Pipelines der Unternehmen sind voll, viele Medikamente stehen kurz vor ihrer Zulassung." Darüber hinaus sei davon auszugehen, dass das neu gewonnene Wissen über die Entschlüsselung des menschlichen Erbguts die Heilungschancen für bisher unheilbare Krankheiten mittel- bis langfristig deutlich verbessere und neue Marktpotenziale eröffne.

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