Geldmarktfonds
Regierung kritisiert EU-Kommision für zu lasche Regelungen

Bundesregierung will strengere Regeln für Geldmarktfonds. Sie sollten mit festen Anteilen so gestaltet werden, dass sie in Variablen umgewandelt werden könnten. Ein „Leersaugen“ in Krisen soll so verhindert werden.
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BerlinDie Vorschläge der EU-Kommission zur stärkeren Regulierung der billionenschweren Geldmarktfonds gehen der Bundesregierung nicht weit genug. Der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Martin Kotthaus, sagte am Mittwoch in Berlin, die Kommissionspläne blieben hinter den Vorschlägen der Experten zurück. Deutschland und Frankreich wollten, dass die Empfehlungen eins zu eins umgesetzt würden. So reiche nicht aus, dass Fonds, die ein konstantes Nettovermögen auswiesen, nur drei Prozent des verwalteten Vermögens als Kapitalpuffer vorhalten sollten.

Kotthaus sagte, die Experten hätten vorgeschlagen, dass Geldmarktfonds mit festen Anteilen so gestaltet werden sollten, dass diese in variable Anteile umgewandelt werden könnten, damit die Fonds im Falle einer Krise nicht leergesaugt werden könnten. Sei das nicht möglich, sollten sie den Anforderungen an Banken entsprechen.

In Europa sind Geldmarktfonds vor allem in Frankreich, Irland und Luxemburg beheimatet. Insbesondere Banken besorgen sich von diesen Fonds Kapital. Die am Mittwoch in Brüssel vorgelegten Vorschläge sollen auch auf dem G20-Gipfel am Donnerstag und Freitag in St. Petersburg erörtert werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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