Gold schwächelt
Breite Streuung zahlt sich für Rohstoff-Fonds aus

Rohstoffaktien sind heiß begehrt. Das zeigt die Entwicklung diverser Indizes mit diesem Branchenschwerpunkt. Von der erfreulichen Entwicklung war bei einigen auf Rohstoffe spezialisierten Fonds jedoch nichts zu spüren: Eine hohe Gewichtung von Goldaktien belastet die Anteile von DJE und Stabilitas.

HAMBURG. So verzeichnete der MSCI Europe Materials im Mai einen Anstieg um 8,22 Prozent, der Dow Jones Stoxx 600 Basis Resources kletterte sogar um 12,01 Prozent. Diesen beachtlichen Zuwachs verdankt der letztgenannte Index vor allem dem mit 17,5 Prozent gewichteten Rohstoff-Multi Rio Tinto, der ein Kursplus von 20,06 Prozent verbuchte.

Von der erfreulichen Entwicklung der Indizes war bei einigen auf Rohstoffe spezialisierten Fonds jedoch nichts zu spüren: So lag der von der Investmentboutique ERA Resources beratene Stabilitas Gold + Resourcen mit 4,76 Prozent im Minus. Dies zeigt die Auswertung von Feri Rating & Research unter 55 Rohstoff-Fonds (siehe Tabelle).

„Wir investieren schwerpunktmäßig im Edel- und Basismetallsektor, der im Gegensatz zu den breiter aufgestellten Unternehmen wie Rio Tinto oder Anglo American zuletzt weniger positiv gelaufen ist“, erläutert Euromerica-Geschäftsführer Werner Ullmann. Der Rückschlag beunruhigt ihn nicht, da sein Fonds über zwölf Monate mit einem Plus von 35,56 Prozent noch immer auf Rang sieben liegt.

Durchweg schlecht lief es dagegen für den DJE Gold & Ressourcen der Dr. Jens Ehrhardt Kapital AG. Der Fonds lag nicht nur im Mai im Minus, sondern belegt auch über zwölf Monate mit nur 1,27 Prozent Plus den vorletzten Platz. Die Gesellschaft begründet das mit ihren Anlagevorschriften, die deutlich von denen anderer Rohstoff-Fonds der Vergleichsgruppe abweichen: So müsse der Fonds stets zu mindestens 51 Prozent in Goldaktien investiert sein und habe sich daher der zuletzt eher durchwachsenen Entwicklung des Sektors kaum entziehen können. Die Konkurrenzprodukte seien durchweg breiter aufgestellt. Wesentlich mehr Freiheiten hat der Martin Currie Global Resources Fund, der auf Sicht von zwölf Monaten mit einem Wertzuwachs von 43,48 Prozent den Spitzenplatz belegt. „Das sehr gute Ergebnis verdanke der Fonds unter anderem der Nickel-Minengesellschaft Lion Ore Mining und dem Raffinerieunternehmen Petroplus Holding“, sagt Martin-Currie-Manager Duncan Goodwin, der den Fonds gemeinsam mit Chris Butler betreut. Das Duo der schottischen Investmentgesellschaft bevorzugt vor allem Energieaktien, die mit gut 60 Prozent gewichtet sind. Andere Rohstoffe haben einen Anteil von 30 Prozent, der Rest entfällt auf Versorger.

An der hohen Gewichtung des Energiesektors will das Team vorerst festhalten. Goodwin: „Wir halten vor allem den Bereich Öl- und Gasförderung sowie deren Produktion für aussichtsreich und rechnen in der zweiten Jahreshälfte mit steigenden Gewinnerwartungen.“

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