Goldpreis als Wettobjekt
Goldfonds leiden unter Preisspekulanten

Die Bilanz der Goldhausse seit 2003 fällt zwar für die vergangenen zwölf Monate negativ aus. Und auch die Aktienfonds auf Goldminen sind im gleichen Zeitraum gefallen: um durchschnittlich 22 Prozent.

FRANKFURT. Aber im März drehten die Renditen der Goldfonds auch wieder deutlich ins Plus. Durchschnittlich sechs Prozent Gewinn machten die Produkte seither laut der Feri-Hitliste.

Goldminenaktien korrelieren stark positiv mit dem Preis des Edelmetalls, der Investoren nicht mehr nur zur Absicherung ihres Aktienengagements dient. Spekulanten entdecken den Goldpreis als Wettobjekt und treiben Preis und Volatilität nach oben. Seit wenigen Wochen allerdings beruhigt sich die Lage wieder. Die Schwankung der Ein-Monats-Option betrug bis Ende März noch 36 Prozent. Mittlerweile kommt sie auf nur 27 Prozent.

„Ein fallender Goldpreis treibt auch die Volatilität nach unten“, sagt Sebastian Bleser von der Société Générale. „Steigt der Goldpreis, nehmen die Marktteilnehmer eine Übertreibung an, und die Optionen werden teurer“, erklärt der Experte. Das sei typisch für viele Rohstoffmärkte und im Aktienmarkt gerade umgekehrt. Je höher der Goldpreis steigt, desto größer wird also das Verlustrisiko.

Für Goldinvestoren bedeutet das: Durchhalten. „Der Markt unterstellt jetzt wieder weniger Schwankungen, der Goldpreis kommt wieder in einen Normalzustand“, sagt Bleser.

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