Gute Aussichten für Verkaufsschlager von Blackrock und Pioneer
Manager von Umwelt-Fonds üben sich in Optimismus

Ganz spurlos geht der Sturz der Aktienmärkte auch an Branchenfonds, die überwiegend auf umweltfreundliche Produkte und Technologien setzen, nicht vorbei.

HAMBURG. Zwei der größten Fonds dieser Kategorie, der BGF New Energy von Blackrock und der Pioneer Global Ecology, verloren in den vergangenen zwölf Monaten Ende September 26,64 beziehungsweise 25,10 Prozent an Wert. Dennoch glaubt Robert Haßler, dass nachhaltige Fonds gestärkt aus der Krise hervor gehen.

"Immer mehr Investoren wollen genau wissen, wie sie ihr Geld investieren und wie es um die langfristige Entwicklung der Anlageobjekte steht", sagt der Geschäftsführer der Rating-Agentur Oekom Research.

Entsprechend zuversichtlich gibt sich Blackrock-Manager Robin Batchelor. "Die breite politische Unterstützung im Kampf gegen den Klimawandel und für die Verbreitung neuer Energietechnologien kommt der Branche auch weiter zugute", sagt er. Entwarnung gibt Batchelor allerdings noch nicht: "Kurzfristig dürfte der Sektor weiter unter der Volatilität an den Märkten leiden, da er verglichen mit anderen Sektoren weniger defensiv ist", so der Fondsmanager.

Batchelor und seine Co-Managerin Poppy Allonby investieren weltweit in Aktien von Unternehmen mit bedeutendem Engagement in den Bereichen alternative Energien und Energietechnologie. Dabei geht das Duo vergleichsweise hohe Wetten ein: Die zehn größten Positionen machen zusammen rund 46 Prozent des Portfolios aus. Verkauft haben die Manager in den vergangenen Wochen vor allem kleine Firmen, die unter steigenden Kapitalkosten leiden könnten. Das Geld floss in die Kasse; die Barquote stieg dadurch auf acht Prozent.

Voll investiert und deutlich breiter aufgestellt ist Pioneer-Manager Christian Zimmermann. Sein 1990 als Activest Ecotech aufgelegter und 2007 umbenannter Aktienfonds gehört zu den ältesten nachhaltigen Produkten auf dem deutschen Markt. Zimmermann kauft Aktien von Unternehmen, die umweltfreundliche Produkte oder Technologien herstellen und dazu beitragen, eine sauberere Umwelt zu schaffen. Neben dem Bereich alternative Energien zählen unter anderem auch Sektoren wie Wiederverwertung oder Müllverbrennung, Wasserreinigung oder Biotechnologie dazu. Die zehn größten Positionen machen gerade einmal 23 Prozent des Portfolios aus.

Anders als das Blackrock-Duo berücksichtigt Zimmermann bei der Titelauswahl auch ökologische und soziale Kriterien. Dabei lässt er sich von den Rating-Agenturen Oekom Research und E.Capital Partners beraten. Allein Oekom berücksichtigt über 100 ökologische und soziale Aspekte, die sich von Branche zu Branche unterscheiden. Erst im Anschluss sucht der Fondsmanager die 80 bis 120 Unternehmen für sein Portfolio nach finanziellen Kennzahlen aus. Zimmermann sieht einen klaren Trend: "In zehn Jahren werden wir die Nachhaltigkeits-Debatte nicht mehr führen, weil sich alle Unternehmen dem Umfeld angepasst haben."

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