Immobilienfonds
Manager richten Fokus auf Asien und Südamerika

Privatanleger, die in den TMW Immobilien Weltfonds investieren möchten, müssen sich in Geduld üben: Seit Mai ist der erst Mitte 2005 aufgelegte offene Immobilienfonds für Neuanleger geschlossen. Der Fonds war in seiner kurzen Historie recht erfolgreich.

HAMBURG. Für den TMW Immobilien Weltfonds existiert bereits eine Warteliste mit institutionellen Kunden. "Erst wenn auch diese Neuzuflüsse investiert sind, werden wir den Fonds auch für Privatanleger wieder öffnen", erläutert Sebastian Lohmer. Der für das Portfoliomanagement zuständige Geschäftsführer der TMW Pramerica Property Investment GmbH rechnet frühestens im ersten Halbjahr 2008 damit, dass wieder ausreichend Mittel investiert sind.

Der Fonds-Neuling war in seiner kurzen Historie bislang recht erfolgreich und belegt mit einem Zwölf-Monats-Wertzuwachs von 6,18 Prozent derzeit Rang vier unter den bei Feri Rating & Research gelisteten offenen Immobilienfonds. Das gute Ergebnis resultiere unter anderem auch aus einem Objektverkauf in Paris im August dieses Jahres, erläutert Lohmer, der jedoch nicht gezielt auf kurzfristige An- und Verkäufe setzt. So peilt er beispielsweise in Deutschland aufgrund der steuerlichen Gegebenheiten eher eine Haltedauer von mindestens zehn Jahren an. "Je nach Marktlage kann ein Verkauf jedoch auch kurzfristig erfolgen", ergänzt Lohmer.

Walter Klug setzt mit einem Teil der Immobilien im Bestand des Morgan Stanley P2 Value dagegen gezielt auf einen mittelfristigen Anlagehorizont von bis zu fünf Jahren: "Wir peilen bis 2009 eine Quote dieser Trading-Positionen von 40 Prozent an, derzeit sind es jedoch noch elf Prozent", so der Geschäftsführer der Morgan Stanley Real Estate in Frankfurt. Zu Klugs Favoriten gehört derzeit Asien, dessen Anteil bis 2009 von derzeit 20 auf rund 30 Prozent aufgestockt werden soll. Aktuell ist der Fonds mit 16 Immobilien in Asien investiert, darunter auch Apartmentanlagen. "Für japanische Wohnimmmobilien spricht unter anderem das wenig regulierte Mietrecht sowie die steigende Zahl an Haushalten", kommentiert Klug das Engagement, das immerhin vier Prozent am Portfolio des Fonds ausmacht.

Pramerica-Manager Lohmer hält dagegen vor allem den südamerikanischen Markt für interessant: "Unter anderem bieten derzeit Mexiko und Chile interessante Anlagemöglichkeiten, die wir derzeit sondieren", erläutert der Pramerica-Geschäftsführer.

Auch hinsichtlich der Liquiditätsquote vertreten beide Manager unterschiedliche Standpunkte: So begründet Lohmer den aktuellen Ausgabestopp mit der Liquiditätsposition von derzeit 14 Prozent, während Klug die derzeitige Quote von 20 Prozent als unproblematisch ansieht. Eine vorübergehende Schließung des P2 Value sei daher generell kein Thema, so der Morgan Stanley-Manager.

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