In der Telemedienbranche zahlt sich ein aktives Fondsmanagement nicht immer aus
Indexfonds liegen im Ranking vorn

Der Blick auf die Tabelle der Telemedien-Fonds mag manchen Anleger überraschen: Gleich vier Index-Fonds befinden sich in den Top Ten. Das scheint dafür zu sprechen, dass aktive Fondsmanager die höheren Kosten ihrer Produkte kaum rechtfertigen.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. Doch ganz so einfach ist es nicht. „Die Vergleichsgruppe muss fair besetzt sein“, betont etwa Guy Stern, von Credit Suisse Asset Management. „Unser CS Equity Fund (Lux) Global Telecommunications investiert weltweit, während die in der Tabelle enthaltenen Indexprodukte und aktiven Fonds auf Europa oder die Eurozone beschränkt sind“.

Immerhin 40 Prozent des Credit Suisse-Fonds, der unter den ausgewerteten Produkten den achten Rang belegt, seien in Nordamerika angelegt, so dass die Schwäche des US-Dollar zum Euro sich negativ bemerkbar mache. „Innerhalb von zwölf Monaten kann das gut sechs Prozentpunkte ausmachen“, erklärt Stern.

Einen Platz höher liegt der Dow Jones Stoxx 600 Telecommunications (EX), ein Indexfonds aus dem Hause Indexchange. Vorstandsmitglied Thomas Meyer zu Drewer erklärt, warum diese Produkte aus seiner Sicht so gut abschneiden: „Gerade in sehr effizienten Märkten ist es im aktiven Fondsmanagement schwierig, auf Grund von Informationsvorsprüngen eine Outperformance zu erzielen“. Offenbar seien die Indizes hinsichtlich Titelauswahl, Risikostreuung und Trendanpassung kaum zu übertreffen, sagt er.

Experte Gerd Bennewirtz von SJB Fondsskyline sieht das anders: „Wer es liebt, ohne Steuer und Bremse Schuss zu fahren, kann bei beginnender Aufwärtsbewegung von indexorientierten Fonds profitieren – wer Sorgfalt in der Chancen-Risiko-Anlayse schätzt, ist bei einem guten Fondsmanager besser aufgehoben.“

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