Fonds + ETF
JP Morgan erwartet Kursgewinne für Nebenwerte

Der beste US-Aktienfonds für Nebenwerte investiert in amerikanische Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung in Höhe von maximal 500 Millionen US-Dollar.

HAMBURG. Zwischen Christopher Jones von JP Morgan Asset Management und Volker Dietrich von der VCH Investment Group liegen Welten. Beide Fondsmanager suchen nach attraktiven US-Nebenwerten. Doch während Jones mit dem von ihm betreuten Aktienfonds JPMF America Micro Cap in den vergangenen zwölf Monaten ein Plus von 33,82 Prozent erzielte und damit alle anderen Fonds der Kategorie US-Aktienfonds Mid/Small Caps hinter sich ließ, rutschte das Schlusslicht VCH Insight USA USD ins Minus (siehe Tabelle links).

Dietrichs Anlagestrategie ist jedoch nicht der Grund für das schlechte Abschneiden: Denn der Fonds investiert exakt wie der VCH Insight USA EUR, der im entsprechenden Zeitraum mit einem Zuwachs von 18,37 Prozent einen Platz im gesicherten Mittelfeld belegt. Beide Fonds werden auf Basis von Insider-Informationen gemanagt. Als Insider gelten dabei Mitarbeiter und Vorstände von Aktiengesellschaften, die die Geschäfte des Unternehmens maßgeblich beeinflussen können. Kaufen oder verkaufen sie Aktien ihrer Firma, muss die Börsenaufsicht informiert werden. Die gemeldeten Transaktionen sind anschließend öffentlich einsehbar.

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Der einzige Unterschied zwischen den beiden VCH-Fonds: Der erst im Juli 2004 aufgelegte Insight USA USD wird nicht gegen mögliche Währungsverluste des US-Dollars abgesichert. Doch auch dies ist nach Angaben von Dietrich nicht der Grund für die unterschiedlichen Ergebnisse. „Der Fonds VCH Insight USA USD befindet sich seit April dieses Jahres in Liquidation und ist deshalb nicht mehr investiert“, sagt Dietrich. Dies erkläre die schwächere Wertentwicklung. In Kürze soll es jedoch eine Dollar-Tranche des VCH Insight USA EUR geben.

Derartige Probleme kennt Jones mit dem JPMF America Micro Cap nicht. Diesen umgerechnet mehr als 300 Mill. Euro schweren Nebenwerte-Fonds gibt es nur in einer Dollar-Variante. Das Besondere: Jones setzt ausschließlich auf so genannte Micro Caps mit einer Marktkapitalisierung zwischen 50 und 500 Mill. Dollar. „Diese Unternehmen werden nur von wenigen Analysten beobachtet“, erläutert der JP-Morgan-Manager. Deshalb seien die Chancen, noch unentdeckte Perlen zu finden, deutlich größer als im Bereich der herkömmlichen Small und Mid Caps.

Zu den größten Positionen gehören derzeit unter anderem der Kohlensäure-Lieferant NuCo2, die Personalberatung Hudson Highland und die Servicegesellschaft American Dental Partners. Trotz der Nebenwerte-Rally der vergangenen Monate hält Jones die Nebenwerte noch für attraktiv. Als Pluspunkte nennt der Fondsmanager unter anderem die große Zahl an Firmen mit innovativen Technologien und den geringeren Wettbewerb in diesem Sektor. Vorteile, die sich auch langfristig bezahlt machten: Seit dem Start im November 1988 legte der JPMF America Micro Cap fast 950 Prozent an Wert zu und damit mehr als doppelt so viel wie der amerikanische Nebenwerte-Index Russell 2000.

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