Konzentriertes Anleiheportfolio bringt Niederländern Erfolg
ABN Amro gelingt das richtige Timing

Maximale Freiheit gegen extreme Risikokontrolle – unterschiedlicher als der ABN Amro Global Emerging Markets Bond Fund (USD) und der Schroder Emerging Markets Debt (Euro-Hedged) können zwei Fonds, die das gleiche Ziel verfolgen, kaum agieren.

HB HAMBURG. Beide kaufen Anleihen aus Schwellenländern, und in den vergangenen zwölf Monaten machte sich die höhere Risikobereitschaft von ABN-Amro-Manager Raphael Kassin bezahlt: Sein Fonds belegt mit einem Zuwachs von 23,32 Prozent Rang fünf im jüngsten Zwölfmonatsvergleich, für Schroders-Manager Geoff Blanning reichte es nur zu einem Plus von 5,19 Prozent und Rang 65 (sieheTabelle).

Getreu dem Motto „Timing ist alles“ agiert Kassin in seinem Portfolio extrem flexibel. Heute Argentinien, Russland und die Philippinen, morgen vielleicht Brasilien, Mexiko oder die Türkei – der Leiter des Schwellenländerrenten-Teams der niederländischen Großbank investiert immer da, wo er kurzfristig besondere Chancen erkennt. Dabei machen die drei größten Länderblocks meist mehr als 50 Prozent des Fondsvermögens aus, aktuell kommen allein Argentinien und Russland auf 54 Prozent. Dagegen ist Brasilien, im Frühjahr mit 33 Prozent noch eine der größten Positionen, angesichts der Korruptionsvorwürfe gegen die Regierung Lula bis auf weiteres überhaupt nicht mehr vertreten.

Trotz des etwas hektisch anmutenden Investmentstils spielen die Themen Risikokontrolle und Kapitalerhalt auch für Kassin eine große Rolle. Ergeben sich nur wenige eindeutige Chancen, parkt er größere Teile des Fondsvermögens als Barreserve, derzeit sind es immerhin 25 Prozent. Um Währungseinflüsse gering zu halten, legte ABNAmro im Juni 2003 eine gegen Euro abgesicherte Anteilsklasse auf, die von Oktober 2004 bis September 2005 ein Plus von 17,92 Prozent erzielte.

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