Krise der Immobilienfonds
Eurohypo-Chef fordert vertrauensbildende Maßnahmen

Der führende europäische Immobilienfinanzierer Eurohypo plädiert für sofortige Maßnahmen zur Vertrauensbildung in der Immobilienfondsbranche. Das Ziel: Die Turbulenzen rund um das Produkt Offene Immobilienfonds zu beruhigen.

HB DAVOS. Eurohypo-Vorstandschef Bernd Knobloch sagte dem Handelsblatt am Rande des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos: „Noch handelt es sich um ein Problem, das lösbar ist. Alle Beteiligten sollten sich jetzt zusammensetzen, damit sich dieses Problem nicht zu einer echten Krise auswächst. Die Chancen stehen gut, dass wir für Anleger und den Markt eine neue Perspektive schaffen“.

Die unerwartete Schließung des offenen Immobilienfonds Grundbesitz-Invest der Deutsche Bank-Tochter DB Real Estate (DBRE) Mitte Dezember 2005 hat zu massiven Mittelabflüssen in der ganzen Branche geführt. Allein im vergangenen Monat haben Anleger nach jüngsten Angaben des Branchenverbandes BVI Fonds-Anteile im Wert von 3,1 Milliarden Euro zurückgegeben, davon flossen allein 1,9 Milliarden Euro aus DBRE-Fonds ab. Um weitere massive Abflüsse und erneute Fondsschließungen zu verhindern, hat der BVI Reformvorschläge vorgelegt, die zu einer Stabilisierung des Marktes führen und mögliche Panikwellen von Anlegern verhindern sollen. Vor Ende dieses Jahres ist aber kaum mit einer Umsetzung der Vorschläge zu rechnen.

Eurohypo-Chef Knobloch dauert das zu lange. Er forderte die Branche auf, kurzfristig vertrauensbildende Maßnahmen zu ergreifen. Er vertraue auch darauf, dass das Management der Deutschen Bank alles Nötige tun werde, um eine erneute Schließung des Fonds zu verhindern. Knobloch: „Mit den richtigen Managemententscheidungen und einer transparenten Kommunikation kann das Problem gelöst und neues Vertrauen in die Immobilienfonds geschaffen werden.“

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