Langfristiger Trend zu Anleihen erwartet
Allianz führt im Fondsabsatz

Es läuft alles auf Allianz Dresdner Global Investors als Jahresgewinner im deutschen Fondsgeschäft mit Privatkunden heraus. Bis Ende Oktober sammelte die Tochter des Allianz-Konzerns netto 11,8 Mrd. Euro an Kundengeldern ein.

HB FRANKFURT. Der Gewinner profitiert wie keiner seiner Konkurrenten vom Run der Anleger auf die als sicher geltenden Anleiheprodukte – und vom erfolgreichen Vertrieb. Die Anleihefonds steuert die zum Allianz-Konzern gehörende und renommierte US-Anlagefirma Pimco. Allein auf der Bondseite flossen der Allianz bei den Publikumsfonds im bisherigen Jahresverlauf 10,4 Mrd. Euro zu.

„Der Pimco-Effekt ist entscheidend für den Erfolg“, sagt Götz von Laffert, Gründer der Fondsvermarktungsfirma Fundmatrix. An diesem Punkt entzünden sich Spekulationen über die Nachhaltigkeit der Absatzzuwächse, falls – wie einige Experten glauben – eine Zinswende bevorsteht, in deren Verlauf auch Anleihen an Attraktivität einbüßen würden. Doch die Allianz wiegelt ab: „Ich glaube an einen langfristigen Trend zu Anleihen. Selbst wenn die Zinsen steigen, suchen Kunden nach stetigen Renditen etwa bei Produkten mit inflationsgeschützten Bonds oder Anleihen mit kurzen Laufzeiten“, sagt Markus Rieß, Chef des deutschen Allianz-Fondsgeschäftes. Rainer Buth, Geschäftsführer der Beratungsfirma Faros Consulting, sieht das ähnlich: „Immer mehr Geld fließt in die Altersvorsorge, da sind Anleihen der größte Block.“

Mit ihren Aktienfonds macht die Allianz dagegen ein schlechtes Geschäft. Per saldo zogen die Anleger in diesem Jahr 0,8 Mrd. Euro ab. Rieß räumt Nachholbedarf ein. Er registriert aber schon Fortschritte bei der Wertentwicklung der Produkte. Rückendeckung bekommt Rieß von Lars Kolbe. „Die Aktienfonds sind teilweise besser geworden“, sagt der Leiter Fondsanalyse bei Feri Rating & Research.

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