Markt für High Yield-Bonds befindet sich im Wandel
Anleihen locken mit hohen Renditen

Angesichts reduzierter Risikobudgets und rückläufiger Risikoneigung vieler Investoren sind auch bei Anleihen Absolute Return-Ansätze gefragt. Hierzu eignen sich Unternehmensanleihen der Ratingkategorien unterhalb Investmentgrade - so genannte „High-Yield- Bonds“ besonders gut.

DÜSSELDORF. Die Anfangszeit des in Europa erst seit 1997 bestehenden Marktes war durch eine hohe Volatilität gekennzeichnet, die durch die spezifischen Charakteristika des europäischen High Yield-Marktes bedingt war: junger, unreifer Markt; Konzentration auf den alternativen Telekommunikationssektor; drastisches Ansteigen der Anzahl von „Fallen Angels“ im Zuge der konjunkturellen Abkühlung sowie Unerfahrenheit der Marktteilnehmer.

Die langjährigen Erfahrungen am US-Markt lassen für die Zukunft eine erheblich moderatere Entwicklung erwarten. Dennoch zeigen viele Anleger vermehrt Interesse an High Yield-Investments, die nach dem Absolute Return-Prinzip gesteuert werden. Bevor ein Investor in einen solchen Hedge Fund investiert, sollte er über wesentliche Kernelemente informiert sein, wie z.B. Ertragsziele, Risikokontrolle oder den Investmentprozess, nach dem die einzelnen Titel ausgewählt werden.

Bei den Banken steht die Unternehmenskreditanalyse im Vordergrund des Investmentprozesses. Dabei wird ein strikter Bottom-Up Ansatz verfolgt, Sektor- oder Benchmarküberlegungen spielen keine Rolle. Die fundamentale Kreditqualität ist ausschlaggebend für die Investitionsentscheidung. Der Unterschied zu einem an der Marktperformance orientierten Produkt besteht nicht nur in der Unabhängigkeit von einer Benchmark. Vielmehr sind die Qualitätskriterien, die eine Anleihe bei Aufnahme in einen Fonds erfüllen muss, deutlich strenger angesetzt. Beispiele dafür sind etwa das Verhältnis von Schulden zu operativem Gewinn (vor Abschreibungen und Amortisationen), der Deckungsgrad des Sachanlagevermögens sowie das aktuelle und projizierte Verhältnis des „freien cash flows“ zu den Nettofinanzschulden.

Diese und weitere Faktoren werden zu einem internen Rating aggregiert. Sofern dies eine Mindestqualität nicht erreicht, wird die Anleihe nicht in den Fonds aufgenommen. Die Höhe der investierten Quote je Emittent ist so eine unmittelbare Funktion des internen Ratingprozesses. Renditeüberlegungen werden erst in einem zweiten Schritt nach Durchlaufen des Ratingprozesses berücksichtigt.

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