Merrill-Lynch-Umfrage belegt Depot-Umschichtungen
Fondsprofis werden zu Konjunkturoptimisten

Immer mehr internationale Geldverwalter glauben an eine anziehende globale Konjunktur und als Konsequenz an weiter steigende Zinsen und Renditen. Das ergibt die aktuelle Umfrage von Merrill Lynch, an der vom 4. bis 11. August 288 Anlagehäuser mit einem verwalteten Vermögen von 933 Mrd. Dollar teilgenommen haben.

ina FRANKFURT/M. Zum ersten Mal seit der März-Umfrage rechnen mehr Teilnehmer mit einem konjunkturellen Aufschwung als mit einer Abschwächung der Wirtschaft. Deshalb erwarten 78 Prozent der Befragten innerhalb der kommenden zwölf Monate höhere kurzfristige Zinsen. Im Juli waren es nur 61 Prozent. Unterlegt sind diese Einschätzungen mit zunehmenden Inflationssorgen. Rund 60 Prozent der Befragten sieht die globale Geldentwertungsrate in den kommenden zwölf Monaten steigen. Dieser Anteil ist innerhalb von nur zwei Monaten auf das Dreifache gestiegen.

Passend zur veränderten Einschätzung der Wirtschaftsperspektiven haben die Anlagehäuser ihre Portfolios umgeschichtet. Sie senkten die Engagements in weniger konjunktursensiblen Bereichen, stockten im Gegenzug ihre Quoten an Titeln aus zyklischen Segmenten auf. Verkauft wurden beispielsweise Aktien aus dem Versorger- und Finanzbereich, gekauft etwa Titel aus den Sektoren Energie und Grundstoffe. Die Übergewichtung in Energiewerten und die Untergewichtung in Banktiteln ist jetzt im Durchschnitt so hoch wie nie zuvor seit dem Start dieser Erhebung im Jahr 2002.

In der regionalen Betrachtung sind 44 Prozent der Verwalter in US-Aktien untergewichtet. Etwa die Hälfte der Befragten ist in Titeln aus der Euro-Zone überrepräsentiert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%