Mit umfangreicher Produktpalette
Bear Stearns steigt in Derivatemarkt ein

Die US-Investmentbank Bear Stearns steigt in den deutschen Markt für Zertifikate und strukturierte Finanzprodukte ein.

DÜSSELDORF. "Wir wollen spätestens Ende des Jahres starten", sagt Thorsten Wegener. Er baut als Managing Director für die siebtgrößte US-Bank das Deutschland-Geschäft auf. "Bear Stearns sieht den Einstieg im Zuge seines Wachstumskurses als langfristige Entscheidung".

Die US-Bank will eine umfangreiche Produktpalette anbieten. Die soll sowohl risikoreichere Hebel- als auch defensivere Anlageprodukte umfassen. Als Basiswerte sind neben amerikanischen und asiatischen Aktien oder Indizes vor allem Rohstoffe geplant. Einen weiteren Schwerpunkt sollen Produkte mit verschiedenen Assetklassen als Underlying bilden.

Hintergrund ist der boomende Derivate-Markt in Deutschland. Behalten die Banken das Tempo bis zum Jahresende bei, dann könnte das Zertifikate-Emissionsvolumen in diesem Jahr in Deutschland um gut 50 Prozent wachsen. Nach der aktuellen Marktstatistik des Emittentenverbandes Derivate-Forum für den Monat Mai hat der Deutsche Zertifikatemarkt ein Volumen von mehr als 96 Mrd. Euro. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Banken ihr Derivategeschäft mit Privatanlegern um 45 Prozent gesteigert.

Nach Goldman Morgan Stanley, JP Morgan, Merrill Lynch und Lehman Brothers wäre Bear Stearns die sechste große US-Bank, die derivate Produkte in Deutschland verkauft. Das Unternehmen mit Sitz in New York beschäftigt weltweit mehr als 12 000 Mitarbeiter. Derzeit rekrutiert Thorsten Wegener die Mannschaft für das Deutschland-Geschäft. Der 37-Jährige war zuletzt Leiter des Derivate-Verkaufs für die WestLB in London und wechselte im Juli dieses Jahres zu Bear Stearns.

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Jürgen Röder
Jürgen Röder
Handelsblatt / Redakteur Finanzzeitung
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