Nebenwerte
Deutschland-Fonds von Fidelity schiebt sich vor

Fidelity-Managerin Alexandra Hartmann hat es geschafft. Gleich im ersten Zwölf-Monats-Vergleich hat sich der von ihr betreute, im Frühjahr 2005 neu aufgelegte Aktienfonds Fidelity Deutschland Select unter den zehn besten Angeboten seiner Kategorie platziert.

HB HAMBURG. Fidelity-Managerin Alexandra Hartmann hat es geschafft. Gleich im ersten Zwölf-Monats-Vergleich hat sich der von ihr betreute, im Frühjahr 2005 neu aufgelegte Aktienfonds Fidelity Deutschland Select unter den zehn besten Angeboten seiner Kategorie platziert (s. Tabelle). Während der Newcomer mit einem Wertzuwachs von 51,35 Prozent unter 77 Fonds Rang vier belegt, ist der ebenfalls von Hartmann betreute Fidelity Germany mit einem Plus von 44,40 Prozent dagegen erstmals seit einem halben Jahr nicht mehr unter den Top Ten vertreten.

Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Fonds besteht Hartmann zufolge in den größeren Freiheiten, die sie beim Fidelity Deutschland Select nutzen kann. "In diesen Fonds kommen nur Titel, von denen ich absolut überzeugt bin", betont sie. Der Fidelity Germany dagegen sei stärker am Leitindex Dax orientiert, ohne diesen freilich nachzubilden.

Eine weitere Besonderheit des Fidelity Deutschland Select: Außer in Nebenwerte investiert Hartmann dort auch bis zu 25 Prozent des Fondsvermögens in ausländische Titel, unter anderem in der Schweiz, den Niederlanden und Österreich. "Bestimmte Themen, die in Deutschland eine Rolle spielen, können wir nicht über ein inländisches Investment abdecken", begründet die Fidelity-Managerin. Vom Ersatz überalterter Elektrizitätswerke würden zum Beispiel auch Firmen profitieren, die in anderen Ländern ihren Sitz haben. Chancen sieht Hartmann daneben bei Nutznießern des deutlich anziehenden Online-Geschäfts. Zu den aktuell größten Positionen des Fidelity Deutschland Select gehören so unter anderem der Breitbandanbieter United Internet, die Internet-Werbeagentur Ad Pepper Media und der Ticketvermarkter CTS Eventim. Deutlich stärker auf Substanz als auf künftiges Wachstum setzt Dit-Manager Andreas Schröter. Trotzdem liegt der von ihm betreute Dit-Vermögensbildung Deutschland mit einem Zuwachs von 50,33 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten nahezu gleichauf. "Wir achten bei der Aktienauswahl in erster Linie auf eine günstige Bewertung und einen hohen freien Cash-Flow", erläutert Schröter. Letzteres charakterisiere jedoch auch viele Wachstumsunternehmen. Als Beispiel nennt er Eon, Deutsche Bank und Continental, die nicht nur in seinem Fonds, sondern auch im aktuell auf Rang fünf liegenden Dit-Wachstum Deutschland zu den größten Positionen gehören.

Die Tatsache, dass derzeit viele Dax-Unternehmen über einen hohen Cash-Flow verfügen und entsprechend investieren können, wertet Schröter als positives Zeichen für die Entwicklung des deutschen Aktienmarkts. Dessen langfristigen Aufwärtstrend hält er trotz der jüngsten Kursverluste für intakt.

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