Neue Anlageklasse
Banken entdecken den Strommarkt

Anleger, die ihr Geld seit Anfang 1999 konsequent auf Energie setzten, haben überdurchschnittliche Erträge erzielt. Bisher wurden nur primäre Energieträger wie Rohöl oder Erdgas berücksichtigt. Doch nun bietet ein neues Zertifikat die Chance auf den Einstieg in eine neue Anlageklasse.

FRANKFURT. Seit 199 haben sich nicht nur die Preise der Primärenergieträger Rohöl, Erdgas und Uran zeitweise mehr als versiebenfacht. Auch der Preis für aus diesen Primärenergieträgern gewonnenen Strom ist analog dazu kräftig geklettert - jedoch nicht im gleichen Ausmaß wie Öl und Gas.

Seit Mitte 2002 ist der Strompreis in Deutschland um 138 Prozent gestiegen, das entspricht einer jährlichen Steigerung um 24,6 Prozent. Für Kapitalanleger gab es bisher nur wenige Möglichkeiten, an dieser Entwicklung zu partizipieren und somit praktisch ein Absicherungsgeschäft gegen höhere Stromrechnungen vorzunehmen.

Jetzt haben die Barclays Bank und das Hamburger Finanzhaus Aquila Capital ein neues Strom-Tracker-Zertifikat kreiert, das den Anlegern zum zweiten Mal überhaupt - nach einem von der Bank Leu in der Schweiz emittierten Produkt - die Möglichkeit bietet, von steigenden Strompreisen zu profitieren. Das Zertifikat ist ein Indexprodukt auf den AC-German-Power-Index, der von Aquila entwickelt wurde. Diese Messlatte repräsentiert einen Korb verschiedener Stromhandelsgüter und Strom-Terminkontrakte, wie sie unter anderem an der European Energy Exchange in Leipzig gehandelt werden.

Strom wird bei immer mehr Finanzhäusern längst als eine eigene Anlageklasse betrachtet, was nicht zuletzt vor dem Hintergrund des weltweit bestehenden Rohstoffhungers zu sehen ist. Die International Energy Agency (IEA) in Paris geht von einem weiter rapide zunehmenden Strombedarf aus. Innerhalb der nächsten 15 Jahre soll die Nachfrage nach Strom den Prognosen der Agentur zufolge um 50 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau steigen.

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