Neue Anlagekonzepte
Neuer Fokus bei Indexfonds

Als in Deutschland zur Jahrtausendwende erstmals Indexfonds an der Börse gehandelt wurden (Exchange Traded Funds, ETFs), war das Anlageuniversum dieser Produkte sehr überschaubar. Die ersten Vertreter dieser Fondsgattung bildeten ganz schlicht die Wertentwicklung der beiden Aktienindizes DJ Euro Stoxx 50 und Dax ab. Seither hat der ETF-Markt eine rasante Entwicklung genommen.

HB FRANKFURT. Das gilt nicht nur in Sachen Anlagevolumen - Ende 2007 waren in Deutschland rund 33 Mrd. Dollar in ETFs investiert. Auch die Auswahl ist sprunghaft gewachsen. Insgesamt gibt es inzwischen in Deutschland rund 300 ETFs, die sich auf die verschiedensten Märkte, Anlagethemen und-konzepte beziehen. Neben ETFs auf traditionelle Aktien-Benchmarks und Branchenindizes können Anleger heute zunehmend Produkte auf Schwellenländerindizes und Anlagethemen wie Infrastruktur und Klimawandel kaufen. Auch Investmentstile wie Growth, Value und Dividendenstrategien lassen sich über entsprechende Indexfonds abbilden. Komplettiert wird das Angebot durch Produkte auf Anleihe-, Rohstoff- und Immobilienindizes.

Doch das Ende der Fahnenstange ist damit noch längst nicht erreicht: "Der Markt ist seinen Kinderschuhen entwachsen, aber das Spektrum wird noch deutlich größer werden", sagt Claus Hecher, Vertriebschef bei Barclays Global Investors. Er sieht vor allem drei wesentliche Trends, die die Entwicklung des ETF-Marktes in den kommenden Monaten bestimmen werden: "Das Angebot an Produkten auf kleinere Satellitenmärkte wird zunehmen, es wird mehr ETFs auf Spezialstrategien wie etwa auf Aktien mit hohen Dividendenrenditen geben, und schließlich werden ETFs auf Indexkonzepte, die Aktien nach Fundamentalkriterien gewichten, an Bedeutung gewinnen."

Solche ETFs auf Fundamentalindizes sind in den USA bereits stark verbreitet, in Deutschland gibt es bislang jedoch nur wenige solcher Angebote. Fundamentale Indizes gewichten Aktien nicht wie üblich streng nach Börsenumsatz und/oder Marktkapitalisierung, sondern nach Kriterien wie beispielsweise Cash-Flow, Umsatz und Buchwert des entsprechenden Unternehmens. Dadurch soll Experten zufolge ein im Vergleich zu klassischen Aktien-Benchmarks höherer Ertrag herauskommen.

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