Privatanleger streuen offenbar vermehrt Risiken
China-Fonds: Wegen Reichtum geschlossen

Zwei neue chinesische Aktienfonds haben an einem Tag so viel Geld eingesammelt, dass sie vorzeitig geschlossen werden mussten. Die Mittelzuflüsse beliefen sich auf zusammen 3,3 Mrd. Dollar, teilten GF Fund Management und Fortune SGAM am Dienstag mit. Damit sei das regulatorische Limit erreicht worden.

HB SCHANGHAI. Nach Einschätzung von Analysten verkaufen zahlreiche Privatanleger ihre einzelnen Aktien und kaufen Fonds, um die Risiken besser zu streuen. Die chinesische Regierung will institutionelle Investoren fördern, um den Aktienmarkt zu stabilisieren. Derzeit sind Privatanleger mit großem Abstand die wichtigsten Aktionäre in China, auf Fonds entfallen nur umgerechnet 130 Mrd. der gesamten Marktkapitalisierung von insgesamt 2,2 Billionen Dollar.

Die Kurse an der Börse in Schanghai waren in den vergangenen Monaten so steil gestiegen, dass immer mehr Experten von einer Blase sprechen. Die Kurse hatten allerdings kräftig nachgegeben, als die Regierung die Steuer auf Aktiengeschäfte verdreifachte. Inzwischen holte die Börse gut die Hälfte ihres Verlustes wieder auf und schloss am Dienstag bei 4072 Punkten, das sind 1,91 Prozent im Plus.

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