Profi-Investoren wenden sich Spezialisten zu
Deutsche Fondshäuser verlieren Kunden

Institutionelle Investoren achten bei der Fondsanlage immer mehr auf Qualität. Davon profitieren Fonds-Service-Firmen, die im Falle der Unzufriedenheit einen Wechsel des Vermögensverwalters erleichtern. Investoren müssen ihre Depots nicht übertragen und profitieren vom geringen administrativen Aufwand.

HB FRANKFURT/M. Institutionelle Investoren achten bei der Fondsanlage immer mehr auf Qualität. Sind die Investoren unzufrieden mit ihrem Asset-Manager, wechseln sie wesentlich schneller den Anbieter als noch vor Jahren, als sie ihr Anlagekapital überwiegend in die Hände der Vermögensverwaltung ihrer Hausbank gaben. Als Katalysator dafür macht das US-Beratungshaus Greenwich Associates in einer dem Handelsblatt vorliegenden Umfrage unter großen Investoren am Spezialfondsmarkt die zunehmende Nutzung von Fonds- Service-Firmen (Master-KAGs) aus. Master-KAGs führen für Investoren Fondsportfolios verschiedener Asset-Manager unter einem Dach, was auch den Wechsel eines Vermögensverwalters leichter macht.

„Die Deutlichkeit, mit der der Markt zur Qualität geht, überrascht“, sagt Greenwich-Berater Markus Ohlig. Folglich gewönnen vor allem spezialisierte Anbieter, oft aus dem Ausland, massiv Marktanteile. Umgekehrt verlieren laut Ohlig etablierte deutsche Fondsanbieter, die die gesamte Produktpalette anbieten und allenfalls mittelmäßig sind. „In den vergangenen zwei Jahren haben vier solcher Bauchladenanbieter ein Fünftel bis ein Drittel ihrer Kundenbasis verloren“, konkretisiert er. Anleger konsultierten ihre Hausbanken zwar noch, doch die Institute stünden in harter Konkurrenz zu anderen Anbietern, bestätigt Marcus Burkert, Unternehmensberater bei Dr. Dr. Heissmann. Als Ursache dafür nennen Berater einen professionelleren Umgang der Anleger mit der eigenen Unzufriedenheit über schwache Investmenterträge oder andere Leistungen der Asset-Manager.

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