Ranking
Dachfondsmanager halten Aufwärtstrend für intakt

Computeranalyse statt Intuition: Dies ist das Erfolgsrezept des RAM Dynamisch Dachfonds. Die Prognosen zeigen sich präzise, das Produkt des Österreichers Leo Willert schafft im Ranking den ersten Platz. Aber auch hier ist die Finanzkrise Gesprächsthema.

HAMBURG. "Alle Wahrheit steckt im Preis." Das ist die Maxime von Leo Willert, Gründer der österreichischen Investmentgesellschaft Arts Asset Management. Getreu diesem Motto verwendet der Berater des bei der DWS aufgelegten Dachfonds RAM Dynamisch keine Zeit darauf, an den Börsen etwaige Über- oder Unterbewertungen aufzuspüren. Viel wichtiger ist es ihm, Märkte mit einem intakten und möglichst steilen Aufwärtstrend zu identifizieren. Diese Aufgabe übernimmt ein von Willert und seinem Team entwickeltes Computerprogramm - und zwar sehr erfolgreich: In der Gruppe der überwiegend in Aktienfonds investierenden Dachfonds erzielte der RAM Dynamisch zum Stichtag 30. Juni mit 21,55 Prozent den höchsten Zwölf-Monats-Zuwachs, und auch im Drei-Jahres-Vergleich liegt das Ergebnis deutlich über dem Durchschnitt (Tabelle).

Willert reagiert jedoch nicht nur auf Aufwärts-, sondern auch auf Abwärtsbewegungen. "Für den Fall, dass ein positiver Trend bricht, begrenzen Stopp-Loss-Limits mögliche größere Verluste", erläutert er. Jüngstes Beispiel: Im Zuge der von der amerikanischen Immobilienkrise ausgelösten Turbulenzen flog in der vergangenen Woche ein Fonds für asiatische Nebenwerte aus dem Portfolio. Derzeit beträgt der Aktienanteil des RAM Dynamisch 60 Prozent, enthalten sind in erster Linie Schwellenländerfonds. Auf Euro lautende Rentenfonds mit mittlerer Laufzeit machen 30 Prozent aus, die Barreserve beläuft sich auf zehn Prozent. Mit dieser "halb neutralen" Positionierung seines Systems fühlt sich der Fondsberater im unsicheren Umfeld recht wohl.

Maximal 20 Prozent außerhalb des Aktienbereichs investieren darf Thomas Romig. Der Manager des auf Rang vier liegenden Global Masters Fund von Cominvest macht von dieser Option derzeit aber keinen Gebrauch. "Wer sich erst einmal aus dem Markt verabschiedet hat, kommt mitunter nur schwer wieder hinein", begründet Romig. Ernste Auswirkungen der US-Immobilienkrise auf andere Regionen und Wirtschaftsbereiche befürchtet er nicht.

Mit einem Anteil von 13 Prozent sind Schwellenländerfonds auch im Global Masters Fund prominent vertreten. Dabei legt Romig Wert darauf, "viele kleine Wetten möglichst breit zu streuen". Den 60-prozentigen Europa-Bereich (inklusive Deutschland) deckt er außer durch hauseigene Fonds wie den Cominvest Fondak unter anderem durch Angebote von BWI, Schroders, Threadneedle und TT International ab. Das niedrige Volumen von nur zwei Mill. Euro erklärt Romig damit, dass der ursprünglich für einen externen Partner aufgelegte Fonds derzeit nicht aktiv vertrieben werde.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%