Rohstoffzertifikate
Bei Agrar besser auf Indizes setzen

Rohstoffe, insbesondere die nachwachsenden und unter ihnen die Agrarprodukte, werden immer teurer. Auch für Zertifikate-Anleger bieten sich hier Chancen. Sie setzen aber besser auf Indizes als auf einzelne Werte. Worauf sie noch achten sollten.

Die Milch wird teurer - jetzt weiß jeder, wie sehr Agrarrohstoffe im Kommen sind. Dabei ist es nicht nur der Hunger der steigenden Weltbevölkerung, der die Preise für Weizen, Mais, Soja und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse antreibt. Seit Öl und Gas richtig kostbar geworden sind, befeuert die Energieproduktion aus nachwachsenden Rohstoffen den Bedarf zusätzlich. Die OECD rechnet auf Jahre hinaus mit steigenden Agrarpreisen.

Mit Anlagezertifikaten lässt sich an diesem großen Trend verdienen. In der Praxis des Depots hat das allerdings Tücken. Zunächst ist es für Privatanleger ratsam, auf mehrere Rohstoffe zu setzen und nicht auf die Entwicklung einzelner, spekulativer Preiskurven. Viel versprechend sind etwa Indexzertifikate, in denen Agrarrohstoffe nach ihrer weltweiten wirtschaftlichen Bedeutung gewichtet werden. Die Hauptrolle spielen derzeit Soja, Zucker, Mais und Weizen.

Um kurze Schwankungen am Rohstoffmarkt aussitzen zu können, sind Zertifikate ohne feste Laufzeitgrenze ein Vorteil. Das Problem: Bei der Konstruktion dieser Endlospapiere werden zeitlich begrenzte Terminmarktkontrakte aneinandergereiht. Dabei entstehen Reibungsverluste, die letztlich der Anleger zahlen muss. Das bekamen vor allem die Besitzer der ersten Generation von Rohstoffzertifikaten zu spüren.

Abhilfe versprechen nun Zertifikate auf speziell gestrickte Rohstoffindizes. Hier werden die Rollverluste weitgehend verringert, indem jeden Tag neu in bestimmte Kontrakte investiert wird. Die daraus gebildete Preiskurve hat sich bisher bewährt: Im Vergleich zum gängigen Rohstoffindex GSCI Agriculture schneiden die neuen Zertifikate besser ab. Die Spanne zwischen Kauf und Verkauf von 1,5 Prozent ist üppig, doch bei einer Anlage über mehrere Jahre fällt sie weniger ins Gewicht.

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