Schwellenländer als Anlageziel
Die neuen Lieblinge von Mark Mobius

Mark Mobius glaubt an ein Comeback der Schwellenländer. Der Fondsmanager hat für seine Templeton Emerging Markets Group Westafrika als Anlageziel entdeckt. Was für die Region spricht und wo Risiken lauern.
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Frankfurt / DüsseldorfMark Mobius  gehört wohl zu den bekanntesten Fondsmanagern, die in den aufstrebenden Schwellenländern investieren. Seine Expertise ist fast schon legendär. Vor gut einem Vierteljahrhundert, im Jahr 1987 betraute Sir John Templeton ihn mit der Verwaltung des ersten Fonds, der in Emerging Markets investierte.  Die Erfolge, die Mobius an den Börsen der Schwellenländer einfuhr, machten ihn bei Anlegern weltbekannt.

Kein Wunder, dass Börsianer genau hinschauen, wenn er eine neue Region als Anlageziel für sich entdeckt. Derzeit schwärt er insbesondere auf Nigeria, wo das Wachstum die anderen afrikanischen Länder deutlich abhängen soll. Mobius lobt vor allem die wachsende Mittelschicht, die immer freudiger konsumiert, und die insgesamt sehr junge Bevölkerung in Nigeria. Die Weltbank attestiert dem ölproduzierenden und bevölkerungsreichsten Land des Kontinents in diesem Jahr ein Wachstumspotenzial von 6,7 Prozent. Damit würde Nigeria das durchschnittliche Wachstum der Schwellenländer von 5,3 Prozent klar schlagen.

Wie so oft, nehmen die Märkte solche wirtschaftlichen Entwicklungen vorweg. Der örtliche Aktienindex Nigerian Stock Exchange All Share legte im vergangenen Jahr stolze 47 Prozent zu. Noch besser entwickelte sich in Afrika lediglich die Börse in Ghana.

„Nigeria ist sehr wichtig“, sagte der 77-jährige Mobius in einem Gespräch in der nigerianischen Wirtschaftsmetropole Lagos. Seine Überzeugung hat er auch bereits umgesetzt: Im sogenannten Frontier Funds von Templeton, die sich auf zurückgebliebene Märkte konzentrieren, habe Nigeria bereits die größte Gewichtung, so Mobius.

Schon jetzt ziehen die 160 Millionen Nigerianer mit ihrem steigenden Konsumbedarf Einzelhändler wie die südafrikanische Shoprite Holdings aus Kapstadt an. Für die marktführende afrikanische Mobilfunkgesellschaft MTN Group ist Nigeria längst der größte und wichtigste Markt.

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  • Möbius beste Zeiten sind vorbei!!
    Liebe Handelsblatt-Redaktion, da seit ihr aber einem sehr alten Hut aufgesessen!
    Die Zeiten, als Möbius noch was vom Geschäft verstand, sind wohl leider längst vorbei.
    Beispiele?
    Ich habe - leider von ihm gemanagt -
    Templeton Eastern Europe: 33,6% Verlust in den letzten 3 Jahren, 8,5% Verlust im letzen Jahr
    Templeton Asian Groth: 6,8% Verlust in den letzten 3 Jahren, 10,2% Verlust im letzten Jahr.
    Einzig Templeton Frontier Markets ist leicht im Plus - aber immer noch viel schlechter als der DAX.
    Von meinen rund 30 Titeln waren die von Möbius wirklich die schlechtesten, da muß man sich anstrengen, mithalten zu können. Eine Rally sieht anders aus!

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