Stillhalteabkommen mit Gläubigerbanken
Carlyle hofft auf Gnade der Banken

Die Beteiligungsgesellschaft Carlyle versucht mit Hochdruck ein Stillhalteabkommen mit den Gläubigerbanken des in Finanznot geratenen Fonds Carlyle Capital Corporation (CCC) zu erreichen. Dieser war in Schieflage geraten, nach dem die Gläubiger, zu denen Ende 2007 auch die Deutsche Bank gehörte, mehr Sicherheiten forderten, die CCC zum Teil nicht erbringen konnte.

LONDON. Aus einer Mitteilung von Carlyle geht hervor, dass die Gläubiger bereits rund ein Viertel des hochverschuldeten Fonds, der ursprünglich einen Wert von 21 Mrd. Dollar hatte, liquidiert haben. Die Analysten der Citigroup warnen, dass CCC sogar der Bankrott drohe, falls Carlyle nicht schnell mehr Geld in den angeschlagenen Fonds pumpe.

Die US-Mutter Carlyle ist vor allem als Private-Equity-Investor bekannt und verwaltet weltweit rund 76 Mrd. Dollar. Carlyle hat CCC 2006 an die Börse gebracht. Der Fonds investiert in bislang als hochqualitativ eingeschätzte Anleihen der halbstaatlichen US-Hypothekenanbieter Fannie Mae und Freddie Mac.

Doch die Finanzkrise hat die Risikoprämien der vermeintlich sicheren Papiere auf den höchsten Wert seit 20 Jahren schießen lassen. Auch andere börsengelistete Fonds verloren kräftig an Wert. Dazu zählen Vehikel der US-Beteiligungsgesellschaft KKR und des Hedge-Fonds Boussard & Goudevan. Beide mussten jedoch bislang kein Geld nachschießen.

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