S&P Fund Awards 2006
Kleine Fondshäuser erfolgreicher als große

Bankunabhängige Vermögensverwalter gewinnen immer mehr Einfluss in der deutschen Fondslandschaft. Die wendigen Kleinen besetzen erfolgreich Nischen und steigern ihre Volumina rasant.

HB FRANKFURT. Anleger honorieren inzwischen die oft überdurchschnittlichen Leistungen von Fondsboutiquen wie Griffin, PEH oder Jens Ehrhardt. Der Münchener Vermögensverwalter Ehrhardt, Pionier unter den Nischenplayern, konnte sein verwaltetes Vermögen 2005 verdoppeln. Der deutsche Fondsmarkt insgesamt wuchs hingegen nur um 16 Prozent.

Den Erfolg kleiner Gesellschaften dokumentieren auch die S&P Fund Awards 2006, bei denen sie überdurchschnittlich abschneiden. Die Fonds kleiner Häuser machen gerade mal 15,4 Prozent aller bewerteten Fonds aus. Unter den besten drei Fonds aller Sektoren über ein Jahr finden sich aber zu 27,8 Prozent Boutiquen-Produkte. Als Erfolgsrezept sehen Branchenkenner Spezialisierung und Unabhängigkeit der Kleinen. Fondsmanager können sich dort im Gegensatz zu Konzernen unternehmerisch beteiligen. Vor allem in speziellen Anlagegebieten oder -stilen trumpfen die Boutiquen auf. Bei osteuropäischen Aktienfonds über fünf Jahre belegen kleine Verwalter beim Fund Award die Ränge eins bis drei: Thames River, Griffin und Charlemagne.

Für große Fondshäuser bedeuten sie aber keine Bedrohung. Ihre Volumina sind überschaubar: Gegen DWS mit verwalteten 120 Mrd. Euro wirkt Ehrhardt mit vier Mrd. Euro winzig. Boutiquen erreichen mit ihrer dünnen Personaldecke zudem rasch ihre Grenzen.

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