Umsetzung von EU-Richtlinie
Offene Fragen beim Info-Blatt für Fonds

Das Bundeskabinett beschließt am Mittwoch einen Gesetzentwurf, um die EU-Richtlinie für Investmentfonds in deutsches Recht umzusetzen. Darin werden die Fondsgesellschaften unter anderem verpflichtet, dem Anleger künftig kurze Produkt-Informationsblätter zur Verfügung zu stellen. Wer für die Angaben haftet, ist noch unklar.
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BERLIN. Voraussichtlich im Juli 2011 soll die Richtlinie im Rahmen des deutschen Investmentgesetzes in Kraft treten.

„Es geht noch um Fragen im Detail, etwa ob und inwiefern die Bankfiliale für die Angaben des Produktinformationsblattes neben dem Emittenten haftet“, sagte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner dem Handelsblatt. „Für mich ist wichtig, dass der Kunde weiß, was ihn der Kauf eines Investmentfonds kostet und welche Summe tatsächlich in das Investment fließt.“

Das Umsetzungsgesetz sieht außerdem eine Beschwerdemöglichkeit für Verbraucher bei der Aufsicht Bafin vor. Dort soll auch eine Schlichtungsstelle eingerichtet werden, die Verbraucher bei Verstößen gegen das Gesetz anrufen können. Zudem muss das Fondshaus oder die Depotbank bei geplanten Änderungen der Kosten oder Anlagestrategie die Anleger direkt informieren.

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